Israel gibt Tempelberg nach Druck von Biden auf

Hamas feiert, nachdem Androhung muslimischer Gewalt israelisches Gericht zwingt, Urteil zum Tempelberg aufzuheben

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Tempelberg
Muslime protestieren nach einem umstrittenen Gerichtsurteil gegen das jüdische Gebet auf dem Tempelberg. Foto: Jamal Awad/Flash90

Die Hamas triumphierte am Samstag, nachdem ein Jerusalemer Gericht seine stillschweigende Zustimmung zum jüdischen Gebet auf dem Tempelberg aufgehoben hatte. Die Terrorgruppe führte diesen „Sieg“ auf den „unerschütterlichen Widerstand“ der palästinensischen Araber zurück. Israelische Medien wiesen jedoch darauf hin, dies sei das Ergebnis des Drucks linker Elemente in der israelischen Regierung sowie der Biden-Regierung.

Letzte Woche hatte die Jerusalemer Bezirksrichterin Bilha Yahalom in Israel für einen Schock gesorgt, indem sie ein polizeiliches Verbot gegen einen jüdischen Mann aufhob, der beim Beten auf dem Tempelberg erwischt worden war.

Während Israel offiziell die volle Religionsfreiheit für alle schützt, ist das jüdische Gebet auf dem Tempelberg verboten. Der Tempelberg ist zwar die heiligste Stätte des Judentums, wird aber auch von der muslimischen Welt beansprucht, die mit Gewalt droht, sollten die Juden dort Gott anbeten. Die israelischen Behörden ziehen es vor, die Muslime zu beschwichtigen und einen Gewaltausbruch zu vermeiden, anstatt die jüdische Souveränität zu behaupten.

In ihrem jüngsten Urteil stellte Richterin Yahalom jedoch fest, der „Schuldige“, Rabbi Aryeh Lippo, habe durch sein stilles Gebet auf dem Tempelberg keine Gesetze gebrochen. Dies wurde als stillschweigende rechtliche Genehmigung für Juden angesehen, an der heiligen Stätte offen zu beten.

Muslime gingen daraufhin auf die Straße und behaupteten, die Juden hätten versucht, den Tempelberg zu übernehmen, und die Hamas drohte mit einem erneuten Ausbruch von Gewalt.

Anhänger der Islamischen Befreiungspartei fordern ein Verbot des jüdischen Gebets auf dem Tempelberg, nachdem ein Jerusalemer Gericht seine Zustimmung gegeben zu haben scheint.

Der Minister für Innere Sicherheit, Omer Barlev, kritisierte die Entscheidung und betonte, dass „eine Änderung des bestehenden Status quo den öffentlichen Frieden gefährdet und zu einem Aufflammen der Gewalt führen könnte“.

The Times of Israel berichtete, auch die Biden-Regierung hätte sich an Israel gewandt und eine Klärung des offensichtlichen Politikwechsels gefordert.

Einen Tag später verhängte das Gericht das Verbot gegen Rabbi Lippo erneut.

„Dies ist in der Tat ein Akt der Kapitulation“, schrieb Abd al-Rahman Yunis, ein Redakteur der von der Hamas geleiteten Zeitung Palestine im Gazastreifen. Er führte diesen Erfolg ausschließlich auf die Androhung palästinensischer Gewalt zurück, ohne Barlev oder Biden auch nur zu erwähnen. Natürlich hat Yunis nicht Unrecht. Es war in der Tat die Androhung palästinensischer Gewalt, die sowohl die israelische als auch die amerikanische Regierung dazu veranlasste, sich der Gerichtsentscheidung über das jüdische Gebet auf dem Tempelberg zu widersetzen.

„Das Gericht kippte die Entscheidung, das talmudische Gebet zu erlauben, aus Angst, dass die Situation in den palästinensischen Gebieten explodieren oder zu einer neuen Konfrontation mit der Widerstandsbewegung in Gaza führen könnte“, schrieb der Hamas-Journalist. „Der Rückzieher war das Ergebnis des Drucks seitens der Bewohner Jerusalems, die die von dieser Entscheidung ausgehende Gefahr spürten.“

Yunis forderte die Palästinenser auf, wachsam zu bleiben und sich gegen jede Änderung des Status quo zu wehren, und ermutigte sie mit dem Hinweis, ein Arsenal von Hamas-Raketen stehe zu ihrer Unterstützung bereit.

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