In den frühen Morgenstunden des Sonntags hat die israelische Luftwaffe eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen. Verantwortlich dafür waren einmal mehr die Huthis, die seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 regelmäßig Raketen und Drohnen auf Israel abschießen. Gegen fünf Uhr morgens heulten die Sirenen im Zentrum des Landes, in den Vororten von Tel Aviv, in Jerusalem, im Gebiet von Gusch Etzion sowie im Jordantal und rund um das Tote Meer.
Die Rakete wurde von der Luftabwehr abgefangen, bevor sie israelisches Territorium erreichen konnte. Verletzte oder Sachschäden wurden nicht gemeldet. „Die Luftwaffe hat eine Rakete abgefangen, die aus dem Jemen gestartet wurde“, teilte die Armee mit. Das Alarmsystem sei „gemäß der Einsatzrichtlinien“ aktiviert worden.
🚨Sirens sounding across several areas in Israel due to Houthi projectile fire from Yemen 🚨 pic.twitter.com/13Oje7Elnq
— Israel Defense Forces (@IDF) October 5, 2025
Während des Angriffs kam der Flugverkehr am internationalen Flughafen Ben-Gurion kurzzeitig zum Stillstand, wurde aber wenige Minuten später wieder aufgenommen. Die Behörden gaben rasch Entwarnung.
Es war nicht das erste Mal, dass die Huthis Israel aus großer Entfernung ins Visier nehmen. Ende September hatte die israelische Luftabwehr bereits eine ballistische Rakete aus dem Jemen abgefangen, die ebenfalls zu landesweiten Alarmen führte. Einige Tage zuvor waren bei einem Drohnenangriff der Huthis auf Eilat 22 Menschen verletzt worden.
Israel reagierte in den vergangenen Monaten mehrfach mit gezielten Luftangriffen auf Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen. Ende August kam dabei auch der selbsternannte „Premierminister“ der Organisation ums Leben. Die Huthis gelten als Teil der sogenannten „Achse des Widerstands“, die vom Iran finanziert und koordiniert wird und Israel von mehreren Fronten aus bedroht – aus dem Gazastreifen, dem Libanon, Syrien, dem Irak und eben dem Jemen.




