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Iranische Raketenangriffe auf Israels Zentrum in mehreren Wellen – Elfjähriges Mädchen ringt mit dem Tod

Mehrere Angriffswellen am Morgen von Pessach lösen wiederholt Luftalarm aus – Einschläge in Tel Aviv, Bnei Brak und Ramat Gan – zahlreiche Verletzte, darunter mehrere Kinder.

Israelische Sicherheits- und Rettungskräfte am Ort eines Einschlags in Tel Aviv, nachdem eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete Schäden im Stadtgebiet verursacht hat, 1. April 2026. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Der heutige Tag, an dessen Abend das Pessachfest beginnt, startete für Millionen Israelis mit Sirenen. In den frühen Morgenstunden feuerten iranische Streitkräfte mehrere Raketenwellen auf Israel ab. In weiten Teilen des Landes – vom Großraum Tel Aviv über das Scharon-Gebiet bis nach Judäa und Samaria – wurde wiederholt Luftalarm ausgelöst, und die Bevölkerung musste mehrfach Schutzräume aufsuchen.

Bereits zuvor war am frühen Morgen eine Rakete der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz aus dem Jemen auf den Süden Israels abgefeuert worden. Nach Militärangaben wurde das Geschoss abgefangen, dennoch wurde auch dort Luftalarm ausgelöst.

Die Raketen waren auf den dicht besiedelten Ballungsraum Gusch Dan gerichtet. Mehrere Geschosse trafen bewohnte Gebiete, darunter Bnei Brak und Ramat Gan, und verursachten erhebliche Schäden.

Israelische Sicherheits- und Rettungskräfte am Ort eines Einschlags in Tel Aviv, nachdem eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete Schäden an Wohnhäusern und Fahrzeugen verursacht hat, 1. April 2026. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90.

Besonders dramatisch ist der Zustand eines elfjährigen Mädchens, das bei einem Einschlag in Bnei Brak lebensgefährlich verletzt wurde. Ärzte im Sheba Medical Center in Tel Hashomer kämpfen um ihr Leben. Das Mädchen erlitt schwere Splitterverletzungen an den Gliedmaßen und wurde in kritischem Zustand eingeliefert. Ihr Vater wurde ebenfalls verletzt und befindet sich in mittlerem Zustand. Zudem wurden sechs weitere Kinder in die Notaufnahme gebracht.

Auch das Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikva meldete zahlreiche Verletzte. Ein zwölfjähriger Junge wurde schwer verletzt, seine Mutter erlitt mittelschwere Verletzungen. Der Junge soll zur weiteren Behandlung in das Schneider-Kinderkrankenhaus verlegt werden. Weitere elf Menschen wurden mit leichten Verletzungen behandelt und in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Sanitäter des Rettungsdienstes MDA schilderten die Lage vor Ort. „Wir sahen Zerstörung und mehrere Verletzte“, berichtete ein Notfallsanitäter. „Das elfjährige Mädchen war halb bei Bewusstsein und wies schwere Splitterverletzungen auf. Wir versorgten sie und brachten sie unter intensivmedizinischer Betreuung ins Krankenhaus.“

Ein weiterer Sanitäter berichtete von einem 13-jährigen Jungen, der durch die Druckwelle verletzt wurde, jedoch bei Bewusstsein war. Auch er wurde in mittlerem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Rettungskräfte durchsuchten die betroffenen Gebiete, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Opfer unter den Trümmern befinden.

Neben direkten Einschlägen kam es auch andernorts zu Schäden. In Holon brach infolge herabfallender Trümmer ein Feuer in offenem Gelände aus. In Petach Tikva gingen Teile abgefangener Raketen nieder. Auch im Scharon-Gebiet wurden mehrere Einschlagstellen von Abfangtrümmern registriert. Ein Gebäudetreffer verursachte zudem ein Gasleck, das von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Nach militärischen Angaben wurde ein Großteil der Raketen abgefangen. Die mehrfach gestaffelten Angriffswellen deuten auf eine gezielte Strategie hin, die Abwehrsysteme zu belasten und die Zivilbevölkerung unter Druck zu setzen.

Der Angriff prägt den Beginn von Pessach in diesem Jahr auf besondere Weise: Während traditionell an den Auszug aus Ägypten erinnert wird, verbringen viele Israelis die Stunden vor dem Feiertag in unmittelbarer Nähe zu den Schutzräumen.

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Patrick Callahan

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