Beim ersten Besuch eines indischen Staatschefs in Israel wurde die Freundschaft der beiden Länder deutlich gefestigt.
Indiens Premierminister Modi kam zu einem dreitägigen Besuch ins Heilige Land, wo er von seinem Amtskollegen Netanjahu aufs freundschaftlichste empfangen wurde. Dabei besichtigte Modi verschiedene Sehenswürdigkeiten und Industrieanlagen, die sein Land zu importieren plant.
Nach einem Rundflug mit dem Hubschrauber, bei dem Netanjahu die engen Grenzen seines Landes zeigte, konnte sich Modi selbst von der schwierigen strategischen Lage Israels überzeugen. Er besuchte weiterhin einen Militärfriedhof, auf dem indische Soldaten begraben liegen, die im ersten Weltkrieg bei der Befreiung Haifas gefallen waren.
Die beiden Regierungschefs unterzeichneten mehrere wirtschaftliche Kooperationsabkommen, unter anderem einen Vertrag zur Konservierung von Trinkwasser. Da Israel regelmäßig mit Wasserknappheit zu kämpfen hat, ist es zu einem Weltführer in diesem Bereich geworden und kann Indien dabei helfen, seine eigenen Probleme mit dem Wassermanagement zu bewältigen. Ein Besuch einer Meerwasserentsalzungsanlage in Haifa stand ebenfalls auf dem Programm Modis. Bei dieser Besichtigung wurden den beiden Herren eine mobile Entsalzungsanlage gezeigt, mit der sie am Strand Haifas eine Spritztour machten (Video).
Die gute Stimmung zwischen Modi und Netanjahu, die sie bei allen Aktivitäten begleitete, war deutlich zu spüren. Es scheint sich hier eine Freundschaft gebildet zu haben, die über politische und wirtschaftliche Interessen hinausgeht.
Indien ist für Israel mit seiner Einwohnerzahl von etwa einer Milliarde nicht nur ein wichtiger Handelspartner, sondern vertritt auch in der israelfeindlichen UN immer öfter die Seite Israels. Andererseits hat Israel auch für Indien viel zu bieten. Neben den Lösungen für die Wasserprobleme hilft Israel vor allem auch militärisch und im Bereich des High Tech. Eine Freundschaft dieser beiden Länder und Staatsmänner ist für beide Seiten ein großer Gewinn.




