Israel hat einen massiven Einsatz gegen die sogenannte Global Sumud Flotilla gestartet: Noch in internationalen Gewässern wurden rund 41 der ca. 42 beteiligten Boote von der Marine abgefangen. An Bord befanden sich über 500 Aktivisten aus mehr als 40 Ländern.
Strategie der Beharrlichkeit gegen Provokation
Die Flottille, organisiert vom Global Movement to Gaza unter dem Titel Global Sumud, wollte symbolisch Hilfslieferungen direkt in Gaza bringen und die israelische Seeblockade brechen.
Bereits in der Nacht begann die israelische Marine mit der Abwehraktion: Schiffe wurden geentert, Kommunikationsnetze gekappt, und die Aktivisten wurden aufgegriffen. Israel erklärte, dass nur ein Boot noch unterwegs sei und bei Nähe zu Gaza ebenfalls gestoppt werde.
The sole purpose of the Hamas-Sumud flotilla is provocation. Israel, Italy, Greece, and the Latin Patriarchate of Jerusalem have all offered and continue to offer the flotilla a way to peacefully deliver any aid they might have to Gaza. The flotilla refused because they are not… pic.twitter.com/pLQj1FLIPA
— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) October 1, 2025
Internationaler Aufschrei und Israels Verteidigungsargument
Nach Bekanntwerden des Einsatzes kam massiver internationaler Protest auf: Länder wie Spanien, Pakistan und Kolumbien verurteilten die Aktion als Bruch internationalen Rechts.
Israel hält dagegen: Die Blockade sei legal und notwendig, um zu verhindern, dass Waffen über maritime Wege in den Gazastreifen gelangen. Man betone, man habe eine klare Linie gezogen – friedliche Demonstration ja, militante Provokation nein. Der Einsatz wurde unter dem Mandat durchgeführt, Hochrisikofahrten, die die zivile Lage im Küstengebiet gefährden könnten, zu verhindern.
Already several vessels of the Hamas-Sumud flotilla have been safely stopped and their passengers are being transferred to an Israeli port.
Greta and her friends are safe and healthy. pic.twitter.com/PA1ezier9s— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) October 1, 2025
Verstrickung der PCPA: Hamas’ Auslandsvertretung im Fokus
Neue Dokumente, die von der IDF in Gaza entdeckt wurden, zeigen eindeutig die Verbindungen zwischen der PCPA (Palestinian Conference for Palestinians Abroad) und der Hamas – insbesondere in Bezug auf Finanzierung und Organisation der Global Sumud Flotilla. Einer der gefundenen Briefe stammt aus dem Jahr 2021 und wurde von Ismail Haniyeh unterzeichnet – er ruft darin ausdrücklich zur Einheit mit der PCPA auf.
Auf einer Liste von PCPA-Operativen tauchen Namen auf wie Zaher Birawi (Leiter des PCPA-Hamas-Sektors im Vereinigten Königreich) und Saif Abu Kashk (CEO der spanischen Firma Cyber Neptune, die mehreren Flottilleschiffen gehört), was die Zusammenarbeit zwischen zivilen Organisationen und terroristischen Netzwerken unterstreicht.
Die PCPA wurde 2021 von Israel als Terrororganisation eingestuft, da sie als Auslandsarm der Hamas fungiert – sie mobilisiert Demonstrationen, Provinz-Flottillen und Provokationen gegen Israel unter zivilem Deckmantel.
Mit dieser Erkenntnis erhält der IDF-Einsatz gegen die Flottille eine zusätzliche Dimension: Es ist nicht nur ein Einsatz gegen zivile Aktivisten, sondern gegen einen international agierenden Apparat, der transparent mit Hamas-Strukturen verwoben ist.




