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„Ich möchte Euch ermutigen!“

Die Zeiten sind verrückt, aber alles wird gut werden.

In den letzten Wochen habe ich das Gefühl, dass die Menschen in Deutschland, der Schweiz und Österreich mehr Angst haben als sonst. Das habe ich aus etlichen Nachrichten und Telefongesprächen wörtlich oder zwischen den Zeilen verstanden. „Erst Corona und jetzt Krieg in Europa. Was passiert mit uns Menschen?“, schrieb mir ein Freund. Ein anderer schrieb mir ausdrücklich, dass er Angst vor Krieg und russischen Raketen habe. Ein russischer Raketenangriff wird von relativ vielen, mit denen ich gesprochen habe, gefürchtet. Von einem Kollegen hörte ich: „Die Stimmung ist am Boden.“ Jemand anderes aus der Schweiz teilte mir mit, dass sich ein Teil der Bevölkerung wie in einem Koma fühle. Die Ungewissheit lähmt die Menschen, deshalb kaufen sie Silber und Gold, sagte mir ein anderer. Es wurde auch veröffentlicht, dass die deutsche Regierung ein Raketenschutzschild über Deutschland plant. Dazu will Deutschland das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome kaufen, die „eiserne Kuppel“, die seit Jahren gegen palästinensische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen eingesetzt wird. In drei Jahren soll das israelische Raketenabwehrsystem für Deutschland einsatzbereit sein. Wer hätte je gedacht, dass Israels Raketenabwehrsystem in Europa zum Einsatz kommen muss. Israels Technologie schützt die deutschen Bürger vor russischen Raketen.

Aus diesem Grund möchte ich Euch einfach nur Mut machen. Das Leben geht weiter. Es stimmt, Ihr lebt näher an der russischen Grenze als wir. Aber wir leben im Nahen Osten in der Nähe des Gazastreifens und wissen, was es heißt, in Angst zu leben. Das ist genau das, was unsere Feinde und Ihre Feinde erreichen wollen. Terror und Raketen gehören in Israel oft zum Alltag, und doch leben wir. Die Feinde wollen uns schwächen, unser Leben beeinträchtigen und uns lähmen. Deshalb hatten wir uns überlegt, ob wir Ende April zum Israel Happening in die Schweiz kommen sollen oder nicht. Wenn die Angst lähmt, will vielleicht niemand zum Israel Happening kommen. Keine Stimmung dafür? Doch! Wir werden kommen, denn wir wollen uns nicht lähmen lassen. Wir wollen das Leben und den 74. Unabhängigkeitstag Israels in Baar feiern. Auch wenn die Stimmung um uns herum nicht immer die beste ist, werden wir nicht zulassen, dass der Feind unser Leben bestimmt. Seit Jahren bewundert Ihr deshalb Israel, das trotz Kriegen, Aufständen und Terrorwellen das Leben genießt. Macht es uns nach.

Ich schreibe Euch heute, weil ich Euch ermutigen möchte. Das Leben geht weiter und alles wird wieder besser und gut werden. Was Ihr und wir in dieser Zeit erleben, ist nicht einfach. Das ist richtig. Hier in Israel ist eine neue Welle des Terrors ausgebrochen. Elf Tote in einer Woche, mehr Terroropfer als in den letzten beiden Jahren 2020 und 2021 zusammen. Palästinensische Terroristen schießen blindlings in israelischen Städten, um Juden zu töten, wohl wissend, dass sie am Ende selbst getötet werden.

Nachdem unser Ministerpräsident die Bürger, die im Besitz eines Waffenscheins sind, aufgefordert hatte, ihre Waffe zu tragen, haben meine Söhne und ich unsere Waffen nach langer Zeit wieder aus dem Tresor geholt und gehen wieder mit der Waffe am Gürtel zur Arbeit (nicht gerade bequem). Ihr könnt im Café an der Ecke unserer Redaktion in Jerusalem sitzen, bis jemand ausrastet und schießt. Und wir sind immer noch vor dem islamischen Fastenmonat Ramadan im April, weswegen Israels Sicherheitsgremium eine Eskalation im Land erwartet.

Die Zeiten sind verrückt, und oft verstehen wir nicht, warum alles auf einmal passiert. Ja, auch wir haben die gleichen Gedanken und Sorgen wie Ihr.

Aber ich weiß eins: Das Leben ist das kostbarste Geschenk, das Gott uns Menschen gemacht hat, und das wollen wir in Israel trotz aller Ängste und Nöte nicht aufgeben. So wie Gott dem Propheten Jesaja versprochen hat, dass Israel sich nicht zu fürchten braucht, „fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!“

So bin ich sicher, dass Gott allen seinen Kindern mit diesen Worten beisteht. Deshalb kann ich Euch nur ermutigen, es wird alles gut werden.

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Patrick Callahan

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