Die Schiiten im Nahen Osten sehen, wie sie zur Lachnummer in der islamischen Welt werden. Vorgestern hat der Iran zum zweiten Mal versucht, Israel mit einem massiven Raketenangriff schweren Schaden zuzufügen. 181 ballistische Raketen wurden auf Israel abgefeuert, aber niemand wurde getötet, außer einem Palästinenser aus dem Gazastreifen, dem die Rakete direkt auf den Kopf gefallen ist. Die sunnitische Welt durchschaut diese Scharade und bewundert Israels Mut und taktische Initiative. Der Pager-Angriff im Libanon tötete 54 hochrangige Hisbollah-Terroristen und machte Tausende kampfunfähig. Die iranischen Raketen haben keinen Schaden angerichtet. Und das könnte gefährlich sein und die Perser in den Wahnsinn treiben, um ihre Ehre nicht zu verlieren.
Die schiitische Terrormiliz Hisbollah ist besorgt über die Reaktionen der sunnitischen Welt, die sich über ihre Niederlage freut und den Krieg mit Israel als „zweite Schlacht von Kerbela“ sieht, in der die Schiiten eine schwere Niederlage erlitten haben. Der Journalist Ibrahim al-Amin, ein Sprachrohr von Hassan Nasrallah, verteidigt die Hisbollah und verspricht einen Sieg über Israel. Hisbollah und Schiiten spüren die drohende Niederlage und mobilisieren ihre besten Sprecher in den Medien, um die schiitische Idee und Ehre im Islam zu verteidigen. Die Sunniten sehen die einmalige Chance, dem iranischen Machtspiel und seinen Bedrohungen ein Ende zu setzen. Davor fürchten sich die Schiiten und die Hisbollah. Und wer den Sunniten in diesem Fall oder in der sogenannten zweiten Schlacht von Kerbela geholfen hat, waren die Juden. Das macht die Sache noch schlimmer und wurde durch den zweiten iranischen Raketenangriff auf Israel wiederholt zum Ausdruck gebracht.

Die libanesische Zeitung Al-Akhbar, auch Sprachrohr der Hisbollah, veröffentlichte vorgestern die Schlagzeile: „Es wird keine zweite Schlacht von Kerbela geben“. In der Schlacht von Kerbela, die im Jahr 680 in der Nähe der zentralirakischen Stadt Kerbela stattfand, wurde der Prophetenenkel Hussein getötet. Es war ein Machtkampf um die Nachfolge des Propheten Mohammed. Mit dieser Schlacht scheiterte die Hoffnung der Schiiten, ihren dritten Imam als zweiten Umayyaden-Kalifen, als Oberhaupt der islamischen Gemeinschaft, an die Stelle von Yazid I. zu setzen. Die Schlacht endete mit dem Sieg der Anhänger Yazids und einem Massaker an den Anhängern Husseins – was schließlich zur Spaltung zwischen Schia und Sunna führte. Die Schlacht von Kerbela steht in der nach-schiitischen islamischen Geschichte symbolisch für den Kampf zwischen „Gut und Böse“ und gilt als eines der tragischsten Ereignisse für die Schiiten. Seitdem trägt das Datum der Schlacht den Namen „Ashura“ und wurde zu einem zentralen Tag im schiitischen Glauben. Was der Hisbollah im Libanon im Krieg gegen Israel widerfährt, wird heute von vielen im sunnitischen Islam mit der historischen schiitischen Niederlage in der Schlacht von Kerbela verglichen und bejubelt. Davor fürchten sich die Schiiten, der Iran und die Hisbollah.
Die Hisbollah mobilisiert ihre besten Sprecher, um sich zu verteidigen. Der bekannte Journalist Ibrahim al-Amin, ein enger Vertrauter von Hassan Nasrallah, veröffentlichte gestern einen Artikel in „Al-Akhbar“, in dem er die Behauptung zurückweist, der gegenwärtige Krieg sei eine Wiederholung der historischen Schlacht von Kerbela. Nasrallah sei zwar als „Märtyrer“ gestorben, aber seine Situation unterscheide sich grundlegend von der Husseins, des Enkels des Propheten Mohammed. Die muslimische Welt habe Nasrallah verraten, obwohl er sich für die palästinensische Sache eingesetzt und den Gaza-Streifen durch den Widerstand, den er in den letzten vierzig Jahren aufgebaut habe, unterstützt habe. „Hassan Nasrallah ist zu einem ewigen Symbol für alle Aufständischen geworden“, betonte Ibrahim al-Amin. „Er wurde getötet, als er Jerusalem und Palästina verteidigte. Bis zur letzten Minute seines Lebens dachte er darüber nach, wie er Amerika und Israel bekämpfen könnte.“
Syrians are celebrating in NW #Syria, amid news that #Hezbollah leader #Nasrallah is likely dead.#Hezbollah was responsible for countless months & years-long sieges, in which 1000s died & others were forced to eat grass & animal feed to survive. pic.twitter.com/vDY7wBDudE
— Charles Lister (@Charles_Lister) September 27, 2024
In Syrien feierten die Sunniten den Tod Nasrallahs und brachten ihre Freude über die massive Unterstützung der Hisbollah für das Assad-Regime zum Ausdruck. Im Norden Syriens verteilten die Menschen Süßigkeiten und gingen auf die Straße, um das Ereignis als Wendepunkt im Kampf gegen die schiitische Unterdrückung zu feiern. Die syrische Familie Assad ist eine alawitische Abspaltung der Schiiten. Auch im Libanon, vor allem in den sunnitischen Gebieten, gab es Kundgebungen zur Unterstützung der Absetzung Nasrallahs, und viele brachten ihre Freude über seine Rolle in den internen Konflikten zum Ausdruck. Der landesweite Jubel unterstrich die anhaltenden Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten in der Region, insbesondere nach dem syrischen Bürgerkrieg 2011 und der direkten Intervention der Hisbollah an der Seite des syrischen Assad-Regimes – der sogenannten „schiitischen Achse des Bösen“ – Hisbollah, Syrien und Iran.
Neben Syrien und dem Libanon gab es auch aus anderen Ländern des Nahen Ostens, wie dem Irak und Jordanien, Jubelmeldungen. Dort sehen die Sunniten das Ereignis als Chance, die schiitische Macht in der Region, insbesondere die des Iran und seiner Verbündeten wie der Hisbollah, dramatisch zu schwächen. Die Freude über den Tod Nasrallahs rührt von der dominanten Rolle seiner Terrormiliz bei der Ermordung vieler sunnitischer Zivilisten in den Kriegsjahren her, was die sunnitisch-schiitische Kluft im gesamten Nahen Osten weiter vertieft hat. Auch bei allen anderen Gesprächen mit Palästinensern um uns herum sind die meisten begeistert von Israels Raketenabwehrsystem. Sie hassen die Schiiten und wissen, dass das israelische Abwehrsystem auch sie schützt. Aber das sind Palästinenser, die ich seit Jahren persönlich kenne, und ich möchte ihnen glauben, dass sie mir die Wahrheit sagen.
Die Hisbollah fühlt sich bedroht, sie sieht ihre Existenz gefährdet. Deshalb appelliert al-Amin an die arabische und muslimische Welt, den Widerstand im Libanon zu unterstützen und Schaden von ihm abzuwenden: „Wir durchleben schwierige Tage, aber wir geben nicht auf, wie der Feind behauptet. Wir müssen auf das Ende dieser Kampfrunde warten, nicht auf das Ende des Krieges“, schreibt al-Amin. Mit anderen Worten: Die Hisbollah betrachtet den aktuellen Krieg nur als eine Kampfrunde im großen Krieg gegen Israel. Sie plant, sich zu erholen und sich später wieder auf eine Großoffensive gegen Israel vorzubereiten.
Nach Angaben aus israelischen Sicherheitskreisen versuchen verschiedene Sprecher der Hisbollah, die schiitische Gemeinschaft im Libanon zu beruhigen, die über die Ausschaltung Nasrallahs und der militärischen Führung der Hisbollah sehr beunruhigt ist. Die Sprecher erklären, dass es sich um einen langen Kampf handelt, in dem die Hisbollah und die „Achse des Widerstands“ am Ende siegen werden, und dass man „strategische Geduld“ haben müsse. Es handele sich nur um eine Kampfrunde, und selbst wenn die Hisbollah in dieser Runde verliere, werde sie in der nächsten siegen.
نَصرٌ مِنَ الله و فَتحٌ قرِيب… pic.twitter.com/l53SfjEslF
— KHAMENEI.IR | فارسی 🇮🇷 (@Khamenei_fa) October 1, 2024
Der oberste Führer im Iran, Ali Khamenei, twitterte gestern: „Der Sieg kommt von Allah und die Erlösung wird bald kommen“. Dazu habe ich daran erinnert, dass Israel weiß und glaubt: „Der Sieg kommt vom Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, dem Allmächtigen Israels – und er ist schon da“. Israel und Persien, Israel und die Schiiten führen keinen Raketenkrieg, sondern in erster Linie einen Religionskrieg. Denn beide Seiten zitieren ihre Schriften, Ali Khamenei den Koran und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Bibel. Diese beiden Schriften treiben die Politik im Nahen Osten an, und das ist etwas, was christliche oder westliche Nationen einfach nicht mehr verstehen. Deshalb haben die Außenminister der europäischen Länder in der Regel keine Ahnung von der Nahostpolitik. Vielleicht wäre ein wenig Bibelkenntnis nicht schlecht, um eine realistischere Außenpolitik zu betreiben. Aus Erfahrung weiß ich heute, dass die Bibel realistischer ist als die westliche Politik unserer Tage.
Und ich weiß noch etwas: Wenn die iranische Achse des Bösen verschwunden ist und die Schiiten, Perser und Iraner keine Bedrohung mehr für die Sunniten in der islamischen Welt darstellen, dann hat der Mohr seine Schuldigkeit getan. Dann gibt es keine Gefahr mehr, die die Sunniten mit Israel verbindet, was sich wiederum gegen Israel richten kann. Insofern war es politisch gut, eine Achse des Bösen im Nahen Osten zu erhalten, um Israel den anderen arabischen Ländern näherzubringen. So fragen wir uns im Land, was für Israel realistisch besser ist. Oder haben sich die Menschenherzen zwischen Israelis und Sunniten dadurch wirklich angenähert?





Das Böse, lieber Aviel, gewinnt meist, wenn nicht das Gute wirklich aus Gutem kommt. Die Bibel ist das Zuverlässigste, las ich in diesem Bericht. Und was da steht, wird passieren – wie schon Vieles vorher. Wenn Feinde nicht ihrer verhängnisvollen Ideologie entsagen und dem Gott des Lebens begegnen, werden Kriege kommen – vor allem der letzte, den die Bibel beschreibt. Bis dahin wäre es schön aufatmen zu können – die ganze Welt, die ein Taumelbecher ist und sich wieder an Israel stößt. Überall bedarf es Beter, die den Herrn der Welt bewegen können, Seinen Geist hier und dort wieder wirken zu lassen und die Menschen aufzuwecken. Dass sie wieder erkennen, dass Gott der Gott Israels ist und der Eigenname Jesu: Jeschua, Erlöser, Retter, König und Richter – auch Heiland.
Dass Ihn Viele erkennen, wenn Er in Zion wiederkommt als König der Juden und aller Seiner Nachfolger, die die schlimme Zeit überwinden – wie Paulus sagt.
Trotz allem: ein frohes, süßes Jahr 5785 und bald Schalom!