Israels Staatspräsident Isaac Herzog hat am Samstag an der feierlichen Amtseinführung von Papst Leo XIV. im Vatikan teilgenommen und dabei die deutliche Botschaft des neuen Papstes zur Freilassung der in Gaza festgehaltenen israelischen Geiseln gewürdigt.
Papst Leo XIV., der am Samstag offiziell in sein Amt eingeführt wurde, rief in seiner ersten öffentlichen Ansprache zur sofortigen Freilassung aller Geiseln auf, die seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 festgehalten werden. Zugleich forderte er humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen.
Staatspräsident Herzog trug bei der Zeremonie ein Abzeichen mit der Zahl „590“, das auf die Anzahl der Tage hinweist, die die Geiseln bereits in Gefangenschaft sind. In einer persönlichen Begegnung mit dem neuen Pontifex bedankte sich Herzog für dessen Worte und betonte die moralische Bedeutung solcher klaren Appelle.
„Es war mir eine Ehre, Papst Leo XIV. im Namen des Staates Israel zu seiner Amtseinführung zu gratulieren“, schrieb Herzog später auf X (ehemals Twitter). „Ich habe ihm für seine starke Botschaft zur sofortigen Freilassung unserer Geiseln und für seine Aufrufe zu humanitärer Hilfe für die Zivilbevölkerung in Gaza gedankt.“
Congratulations @Pontifex Pope Leo XIV.
Thank you for your call for the release of the hostages held in captivity in Gaza for 590 days.
I look forward to working with you to strengthen the relationship between all faiths.
And I look forward to welcoming you in the Holy Land. pic.twitter.com/y6lpJY7ijz
— יצחק הרצוג Isaac Herzog (@Isaac_Herzog) May 18, 2025
Herzog äußerte außerdem die Hoffnung, das neue Pontifikat möge eine Ära des Friedens, der Verständigung und der Zusammenarbeit zwischen Religionen und Nationen einläuten. Er lud Papst Leo XIV. zu einem Besuch nach Israel ein.
Die Worte von Papst Leo XIV. fanden in Israel breite Beachtung. Beobachter werteten seine Stellungnahme als bedeutendes Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Terrorangriffs vom 7. Oktober.




