Guten Morgen Israel – Wie lebt es sich mit den Arabern?

Juden und Araber leben und arbeiten tagein tagaus in Israel eng miteinander. Sie sind Nachbarn, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und manchmal sogar eng befreundet.

von Hanna Ross | | Themen: Guten Morgen, BDS
Jude und Araber trinken Kaffee
Foto: Nati Shohat/Flash90

Juden und Araber leben und arbeiten tagein tagaus in Israel eng miteinander. Sie sind Nachbarn, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und manchmal sogar eng befreundet. Doch nach so vielen unzähligen Terroranschlägen ist das Vertrauen natürlich leider etwas gestört und Araber werden nicht selten automatisch mit Terroristen verglichen. So sagen meine Kinder ab und zu „Diese Araber!“ oder man hört „Tod den Arabern!“, das steht übrigens auch manchmal in Israel an den Wänden gesprüht (geschmiert). Mein Mann sagt dann immer zu unseren Kindern „Sei vorsichtig, nicht alle Araber sind Terroristen. Dein Kinderarzt ist Araber, der Postbote ist Araber, der Taxifahrer, der uns letzte Nacht nach Hause brachte, ist ebenfalls Araber!“

Ich muss zugeben, man hat sich daran gewöhnt, wie in einer Art Hab-Acht-Stellung zu leben. Grundsätzlich schaue ich auf die Araber im Bus oder in der Straßenbahn (nach ein paar Jahren, kann man gut zwischen Juden und Arabern unterscheiden), was sie denn jetzt Interessantes aus der Tasche ziehen, ich hoffe doch nur das Handy und kein Messer. Aber so ist es halt, zu viel ist schon passiert.

Den Arabern geht es gut bei uns. Sie verdienen viel besser als in den arabischen Nachbarländern. Als der jüdische Staat noch nicht existiert hat, war „Palästina“ ein verlassener und öder Ort. Erst die Juden bauten das Land auf und die Araber arbeiten bei jüdischen Firmen und sind zudem in allen Bereichen tätig. Wer am meisten an der BDS-Bewegung leidet, sind die arabischen Arbeiter, aber wem interessiert das?

Ich bin sehr froh, dass wir am Schabbat, wenn alles geschlossen ist, einen arabischen Arzt in unserer Krankenkasse haben, und der jüdische Arzt am Schabbat auch mal die Beine hochlegen kann (in unserem religiösen Viertel, in dem die Kinder an der Überzahl sind, hat er natürlich unter der Woche alle Hände voll zu tun). So sage ich dem jüdischen und dem arabischen Arzt nach jedem Arztbesuch „Toda Raba“ (Vielen Dank!) und bin froh, dass sie gewissenhaft und fachmännisch meinen Kindern helfen.

 

Und jetzt noch das Wetter für heute in Israel:

Gelegentliche Regenschauer vom Norden bis zum nördlichen Negev, die von Gewittern begleitet werden können. Auf dem Hermon Berg wird es weiter schneien. Im Jordantal, in der Judäischen Wüste und am Toten Meer besteht die Gefahr von Blitzfluten. Es bleibt kalt. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 8 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 13 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Beersheva 11 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um weitere siebeneinhalb Zentimeter angestiegen und liegt jetzt bei –210.665 m unter dem Meeresspiegel.

Und nun wünsche ich Ihnen zusammen mit meinen Kollegen von Israel Heute einen wunderbaren Montag.

Schalom aus dem verregneten Jerusalem!

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