Guten Morgen Israel – Die ersten “Nürnberger Gesetze”

Unser Thora-Wochenabschnitt beschreibt die ersten anti-jüdischen Maßnahmen

Guten Morgen Israel – Die ersten “Nürnberger Gesetze”
Yonatan Sindel/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Michael und Kinder

In dieser Woche beginnen wir das zweite Buch Mose zu lesen, das den Exodus des Volkes Israel aus Ägypten beschreibt. Jakob und seine 12 Söhne waren gestorben und es beginnt die Geschichte der Stämme, die aus diesen Söhnen hervorgingen. Obwohl das Volk Israel noch im Entstehen begriffen war, ist es die Geschichte des ersten Exils, das bereits sehr große Ähnlichkeit mit unserem Leben im heutigen Exil hat.

„Und Joseph starb und alle seine Brüder und jene ganze Generation. Aber die Kinder Israels waren fruchtbar, regten und mehrten sich und wurden so zahlreich, dass das Land von ihnen voll wurde.

Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wusste. Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir. Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viele werden; sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen!“

(2. Mose 1, 6-10)

Obwohl Joseph Ägypten vor dem Untergang bewahrt hatte, wurde das Volk Israel vom neuen Machthaber als Bedrohung gesehen. Ist es in der Moderne nicht genauso? Haben die Juden nicht in jedem Land ebenfalls viel Gutes getan, aber wurden oft als Gefahr angesehen? Zu zahlreich, zu mächtig, kontrollieren die Banken, Medien usw. Ein weiser Staatschef würde doch die Juden für die Verbesserung der allgemeinen Wohlfahrt nutzen und sie nicht versklaven, vertreiben oder töten.

Im Fall des Pharao, fürchtet er, dass die Juden zu zahlreich werden und sich in einem Krieg möglicherweise einem Feind anschließen. Klingt erstmal logisch, aber ebenso logisch wäre es die zahlreichen Juden auf seiner Seite zu haben und dadurch einen Vorteil im Krieg zu gewinnen. Nachdem Joseph das Land schon einmal gerettet hatte, war es doch offensichtlich, dass keine Feindschaft zu Ägypten herrschte. Was tat Pharao jedoch?

Jerusalem im Lockdown

„Darum setzte man Sklaventreiber über sie, um sie durch Lasten zu bedrücken; und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses. Je mehr sie aber das Volk bedrückten, desto zahlreicher wurde es, und desto mehr breitete es sich aus, sodass ihnen vor den Kindern Israels graute. Darum zwangen die Ägypter die Kinder Israels mit Gewalt zum Dienst, und sie machten ihnen das Leben bitter mit harter Zwangsarbeit an Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, lauter Arbeiten, zu denen man sie mit Gewalt zwang.“

(2. Mose 1, 11-14)

Es ist doch erstaunlich wie sich die Geschichte wiederholt und wie die Bibel die Ereignisse vorwegnimmt. Wer die Bibel und die jüdische Geschichte kennt, sollte über Antisemitismus nicht erstaunt sein, es ist die alte Geschichte mit neuen „Gründen“.

 

Das Wetter für Israel

Israelis geniessen das sonnige Winterwetter in Tel Aviv

Teilweise bewölkt bis heiter mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Beersheva 25 Grad, Eilat am Roten Meer 28 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei – 209.935 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 113,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut.

 

Schabbat Schalom aus Bet Schemesch!

 

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