Gegenseitiger Respekt

In Israel und auch in unserer Redaktion gibt es eine Vielzahl von Meinungen. Wir sollten die Meinung anderer respektieren, das gilt auch für unsere Leser

Gegenseitiger Respekt
Miriam Alster/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Immer wieder wundere ich mich, wie schnell die Tage vergehen. Habe ich Sie nicht gerade eben zum Dienstag begrüßt? Und jetzt sitze ich schon wieder vor meinem Laptop und überlege, was ich ihnen heute schreiben soll. Gerne können Sie mir hier unter diesem Artikel Anregungen über Themen geben, die Sie besonders interessieren. Damit meine ich Themen über  Israel und das Leben hier.

Dass die Zeit hier so schnell vergeht, ist wohl ein Zeichen dafür, dass es bei uns nie langweilig ist. Und damit meine ich noch nicht einmal die täglichen Nachrichten über die Bemühungen unserer Politiker, eine Regierungskoalition aufzubauen. Bemühen sie sich wirklich? Die nächsten Tage werden es zeigen.

Den heutigen Tag habe ich mit dem Lesen zahlreicher Kommentare auf unserer Facebookseite begonnen, denn diesmal gab es mehr Reaktionen auf unsere Artikel als sonst. Haben Sie schon unsere Facebookseite besucht? In den Kommentaren ging es zum einen wieder einmal um “unsere” Einstellung zu den Impfungen und Israels Weg aus der Coronakrise. Nicht alle unserer Leser sind mit Israels Weg einverstanden und machen sich Sorgen. Das ist nicht neu, auch unser Chefredakteur Aviel Schneider hat Ihnen schon darüber geschrieben. Jeder meiner Kollegen in unserer Redaktion hat eine eigene Meinung. Nicht alle haben sich impfen lassen, denn das ist, entgegen vieler Kommentare einiger Leser, kein Zwang. Natürlich diskutieren wir untereinander, aber wir respektieren uns. Und das ist es, was ich bei uns so schätze.

Normales Leben in Israel, warum solle ich das nicht gut finden?

Unsere Autoren, zu denen auch ich gehöre, geben in Meinungsartikeln ihre persönliche Meinung wieder. In anderen Artikeln informieren wir Sie über Ereignisse, wie sie geschehen. Manchmal kommt es dann vor, dass wir auch dafür kritisiert werden, obwohl wir nur informierten, ohne eine eigene Meinung hinzuzufügen. Das kann bei besonders “sensiblen” und umstrittenen Themen passieren. Ich erinnere mich an einen Artikel, in dem ich nur darüber berichtet hatte, dass mehr als 25000 Menschen an der  in Jerusalem stattfindenden “Pride Parade”  teilgenommen hatten und dass viele Polizisten im Einsatz waren. Schon am nächsten Tag wurde ich kritisiert, ich würde das Abhalten der Pride Parade in Jerusalem unterstützen. Darüber hatte ich allerdings kein Wort geschrieben.

Liebe Leser, es wird immer Themen geben, zu denen es unterschiedliche Meinungen gibt, wie ich es auch in den Kommentaren zu dem gestern veröffentlichten Artikel von Tsvi Sadan sehe, in dem es um einen Christen geht, der sich als orthodoxer Jude ausgab und jahrelang mit seiner Familie in einer orthodoxen Gemeinde als Schreiber (Sofer) und sogar Mohel aktiv war. Dort geht es natürlich auch um die immer wieder diskutierte frage, wer als Jude gilt und wer nicht. Nach der Halacha ist man Jude, wenn man eine jüdische Mutter hat. Eigentlich ganz einfach. Auch zu diesem Artikel gab es mehrere Reaktionen. Eine Leserin meinte sogar, sie sei mit Israel Heute fertig.

Es gibt bei uns so viele verschiedene Bevölkerungsgruppen, wir alle sollten uns gegenseitig respektieren.

Und jetzt wird es Zeit, über ein weniger umstrittenes Thema zu sprechen, das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Israel

Meist sonnig und deutlich wärmer, besonders im Landesinneren und in den Bergen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 26 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 31 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Beersheva 30 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,135  m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 33,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen meiner lieben Kollegen von Israel Heute wünsche ich ihnen einen wunderbaren Mittwoch. machen Sie es gut und bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

Kommentare:

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