Gefasst! Israelische Streitkräfte nehmen Terror-Mordverdächtige fest

Israelische Sicherheitskräfte haben am frühen Sonntag die palästinensischen Araber festgenommen, die verdächtigt werden, am vergangenen Donnerstag bei einem Schussangriff Yehuda Dimentman ermordet und zwei weitere Juden verletzt zu haben.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Terror
Israelische Sicherheitskräfte während der Fahndung nach den Terroristen Foto: Sraya Diamant/Flash90

Sechs Männer – zwei von ihnen die mutmaßlichen Mörder und vier Komplizen – wurden in einer ausgedehnten Fahndungsaktion aufgespürt, geleitet von einer verstärkten Geheimdienstoperation, die sich auf eine Stadt in Nordsamaria konzentrierte, nur 20 Minuten südlich von Megiddo.

Die mutmaßlichen Schützen wurden von Israel als Mitglieder des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) identifiziert. Sie überfielen die drei Juden aus dem Hinterhalt und schossen auf sie, als sie eine Jeschiwa verließen, die inmitten der Ruinen von Homesh, einer 2005 von der israelischen Regierung zerstörten jüdischen Siedlung, errichtet worden war.

Festnahmeaktion der israelischen Sicherheitskräfte

Die Ermordung von Dimentman löste eine Reihe von Ereignissen aus, zu denen innerhalb weniger Stunden die Errichtung eines kleinen Außenpostens in der Nähe des Anschlagsortes gehörte, nach dem altbekannten zionistischen Motto „Wo sie uns töten, werden wir bauen“. Der Außenposten wurde von einer Bewegung namens Nachala (hebräisch für „Erbe“) errichtet, der auch der ermordete 25-jährige Vater eines Kleinkindes angehörte.

Jüdische Vertreter in Judäa und Samaria riefen Israelis, die die jüdische Präsenz in ihrem angestammten Gebiet unterstützen, dazu auf, an den neuen Standort zu ziehen, und mindestens ein Politiker des rechten Flügels stattete vor Dimentmans Beerdigung am Freitag einen Solidaritätsbesuch ab. Doch die israelischen Streitkräfte lösten den Außenposten am Morgen rasch auf, Berichten zufolge auf Geheiß des linken Politikers der Meretz-Partei, Moshe Raz, Mitglied der Koalitionsregierung Bennett.

Der Anschlag vom Donnerstag ereignete sich inmitten einer wachsenden Verärgerung bestimmter Teile der israelischen Gesellschaft über die Konzentration der Regierung auf das, was sie als „Siedlergewalt“ bezeichnet – ein relativ kleines Phänomen -, während gleichzeitig die Manifestationen eines heftigen arabischen Antisemitismus zunehmen. Ein weiterer terroristischer Akt wurde am Samstagmorgen verübt, als eine 65-jährige Araberin in der Nähe der Höhle der Patriarchen in Hebron einen Juden niederstach und leicht verletzte.

Israelische Sicherheitskräfte am Tatort eines Messerangriffs, gestern (Schabbat) in der Stadt Hebron

In Erklärungen nach dem Schabbat-Anschlag erklärten führende Vertreter der jüdischen Gemeinde der Stadt, in der Abraham, Isaak und Jakob begraben sind, die Regierung solle sofort reagieren und Juden die Genehmigung erteilen, in ein Haus in der Nähe der Stätte zu ziehen. Stattdessen, so schrieben sie verärgert, sei die Politik Jerusalems „feindselig und [indem sie sich auf ‚Siedlergewalt‘ statt auf arabische Gewalt konzentrieren] sendet eine Botschaft der Unterstützung an die Terroristen“.

Die Witwe und das erst 9 Monate alte Baby des ermordeten Yehuda Dimentman während einer Pressekonferenz nach Ausgang des Schabbats

In Jerusalem wurden am Samstagabend jüdische Demonstranten, die gegen den Umgang der Regierung mit dem Terrorismus demonstrieren wollten, von der Polizei konfrontiert, was zu Zusammenstößen führte, bei denen mindestens 13 Teilnehmer festgenommen wurden.

Am Eingang von Jerusalem setzte die Polizei einen Wasserwerfer ein, um Demonstranten während einer Demonstration gegen die jüngsten tödlichen Terroranschläge auseinanderzutreiben

Unterdessen gab es am Wochenende Berichte aus dem Gazastreifen, wonach sich die sogenannten militärischen Flügel der Hamas und des PIJ getroffen haben, um ihre Koordination zu verbessern und ihre militärische Stärke zu erhöhen.

Befehlshaber der beiden Gruppen sollen die Eskalation des Terrorismus in Samaria und Judäa als „Antwort auf den Terrorismus der Siedler“ gelobt und ihre Unterstützung für die Einrichtung von Einheiten in diesen Gebieten verkündet haben, die gegen „Siedler“ vorgehen sollen.

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