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Gazastreifen: Israel greift 150 Terrorziele an – Kämpfe in Khan Yunis dauern an

Mehr als 15 unterirdische Tunnel in Al Maghazi entdeckt – Dutzende Terroristen in Khan Yunis getötet – IDF-Soldat im Gazastreifen gefallen.

Die israelische Armee bei Bodenoperationen in Gaza, 9. Januar 2024. Foto: IDF.

Die israelische Armee (IDF) hat in den vergangenen 24 Stunden rund 150 Ziele im gesamten Gazastreifen angegriffen, während die Bodenoperationen in Khan Yunis und Al Maghazi fortgesetzt wurden, wie die IDF am Mittwoch mitteilte.

Die IDF legte mehr als 15 Tunnelschächte in der Gegend von Al Maghazi frei und beschlagnahmte Raketenwerfer, Raketen, Drohnen und Sprengsätze bei gezielten Angriffen auf Hamas-Stellungen. Nach Angaben des Militärs zerstörten die israelischen Truppen auch eine Maschine, die zur Herstellung von Raketen verwendet wurde.

Verschiedene Waffen und Waffenteile, die von IDF-Truppen bei Razzien im zentralen Gazastreifen gefunden wurden, 9. Januar 2024. Foto: IDF.

Während eines Einsatzes in Khan Yunis im südlichen Gazastreifen führten IDF-Bodentruppen einen Luftangriff durch, bei dem 10 Terroristen getötet wurden. Bei den Kämpfen des vergangenen Tages in diesem Gebiet wurden nach Angaben des Militärs Dutzende Terroristen getötet.

An einem anderen Ort in Khan Yunis griffen Soldaten einen Terroristen aus der Luft an, der versucht hatte, einen Sprengsatz an einer von den israelischen Streitkräften genutzten Straße zu platzieren.

Khan Yunis ist die zweitgrößte Stadt im Gazastreifen und gilt als persönliche Hochburg des Hamas-Führers Yahya Sinwar, dessen Familie dort lebt.

Beim Einmarsch der Hamas in den Süden Israels am 7. Oktober wurden mindestens 1.200 Menschen, meist Zivilisten, getötet und etwa 240 als Geiseln genommen. Die Zahl der Männer, Frauen, Kinder, Soldaten und Ausländer, die noch immer von der Terrorgruppe im Gazastreifen gefangen gehalten werden, wird auf 129 geschätzt. Weitere Personen werden noch vermisst, da die israelischen Behörden weiterhin nach menschlichen Überresten suchen und diese identifizieren.

 

Erneut Soldat im Gazastreifen gefallen

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben am Mittwochmorgen den Tod von  Elkana Neulander, einem 24-jährigen Soldaten aus Efrat, im Gazastreifen bekannt gegeben.

Mit seinem Tod steigt die Zahl der seit Beginn der Bodenoperationen im Gazastreifen am 27. Oktober gefallenen israelischen Soldaten auf 186. Seit Beginn des Krieges am 7. Oktober sind insgesamt 520 Soldaten gefallen.

Am Dienstag erklärte Verteidigungsminister Yoav Galant gegenüber US-Außenminister Antony Blinken, der sich zu einem Besuch in Israel aufhielt, dass Israel seine Militäroperation im südlichen Gazastreifen „intensivieren und fortsetzen“ werde, bis die Hamas-Führung ausfindig gemacht und die mehr als 120 Geiseln, die sich noch in der Gewalt der Terrorgruppe befinden, in den jüdischen Staat zurückgebracht worden seien.

Während ihres Treffens im militärischen Hauptquartier in der Kirya informierte Galant den US-Diplomaten auch über „Änderungen in der Kampftaktik im nördlichen Teil des Gazastreifens“, heißt es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

„Wir sind entschlossen, unsere Kriegsziele zu erreichen und die regionale Stabilität im Nahen Osten zu stärken, indem wir die Hamas im Süden zerschlagen und die Sicherheitslage im Norden verändern“, fügte Galant mit Blick auf die anhaltenden Angriffe der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon hinzu.

Die Washington Post zitierte am Dienstag einen anonymen hochrangigen US-Beamten mit den Worten, Israel habe bereits mehrere tausend Soldaten aus dem nördlichen Gazastreifen abgezogen und damit einen „bedeutenden Rückzug“ aus der Küstenenklave vollzogen.

In einer Erklärung, die JNS zur Verfügung gestellt wurde, bestätigte die IDF, dass sie „derzeit die Einsatzpläne für die Streitkräfte in Gaza und das Reservesystem anpasst“.

„Diese Anpassungen zielen darauf ab, eine effektive Planung und Vorbereitung für die Fortsetzung der Operationen im Jahr 2024 zu gewährleisten. Die IDF ist sich der Notwendigkeit bewusst, vorausschauend zu planen und sich auf zusätzliche Aufgaben und Kriegsführung im Laufe des Jahres vorzubereiten“, heißt es in der Erklärung der Armee weiter.

 

Mit Berichten von JNS.

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Patrick Callahan

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