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Fühlte sich Abimelech mehr als Kanaaniter oder Israelit?

Biblische Figuren sind auch heute noch relevant in Israel

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Abimelech. Der Name bedeutet „mein Vater ist König“. Welcher Vater ist damit eigentlich gemeint, Gideon oder der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs? Abimelech war der erste im Volk Israel, der eine Monarchie gründen wollte, aber scheiterte. In der Zeit der Richter, zwischen der Landeinnahme Josuas und dem Beginn der Königsherrschaft in Israel, „hat jeder das getan was recht war in seinen Augen“. In dieser Übergangsperiode herrschte eine Anarchie im Land und die Stämme Israels mussten lernen, gemeinsam miteinander auszukommen, ein normales Leben in ihrer neuen Heimat zu formen. Überleben ist eine Sache, wie die Sklaverei in Ägypten, den Auszug durch die Wüste und die Eroberung Israels. Aber ein normales Miteinander der jüdischen Gemeinschaft unter einer Führerschaft gestaltete sich schwieriger als gedacht.

Und in diesem Zusammenhang wurde kürzlich Abimelech in den israelischen Medien erwähnt. Er hatte versucht, die Macht in einem jungen Staat an sich zu reißen. Fühlte sich Abimelech mehr als Israelit oder eher als Kanaaniter? Identitätskomplexe sind in der jüdischen Bevölkerung bis heute ein Problem. Die Richterzeit dauerte etwa 200 Jahre, von...

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