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Friedensrat bereitet humanitäre Pilotzonen im südlichen Gazastreifen vor

Das israelische Militär werde „keinen Kontakt“ zur Zivilbevölkerung haben und „keine Rolle“ bei der Abgrenzung der Zonen vom übrigen Gazastreifen spielen, sagte eine mit den Plänen vertraute Quelle gegenüber JNS.

Palästinenser tragen am 28. Mai 2025 vor einer von der Gaza Humanitarian Foundation betriebenen Verteilungsstelle in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen Säcke mit Mehl. Foto: Ali Hassan/Flash90.

(JNS) Der Friedensrat (Board of Peace) von US-Präsident Donald Trump bereitet im südlichen Gazastreifen humanitäre Pilotzonen vor – zunächst testweise eingerichtete Schutzzonen für überprüfte palästinensische Zivilisten außerhalb der Kontrolle der Hamas. Das sagte eine mit den Einzelheiten vertraute Quelle am Mittwoch gegenüber JNS.

Die Pilotzonen sollen vom US-unterstützten National Committee for the Administration of Gaza (NCAG) verwaltet und von multinationalen Truppen der International Stabilization Force (ISF) gesichert werden, erklärte die mit den Planungen vertraute Quelle.

Nach Angaben der Quelle seien nach monatelangen Vorbereitungen Ausschreibungen für vorbereitende Arbeiten veröffentlicht worden, darunter für einen ISF-Stützpunkt sowie ein Polizeilager des NCAG.

Nach der zweiten Phase von Trumps 20-Punkte-Friedensplan sollen Hamas-Terroristen die Macht abgeben, der Gazastreifen entideologisiert und entwaffnet werden. Anschließend soll die ISF die Sicherheit in den Teilen des Gazastreifens übernehmen, die derzeit vom israelischen Militär kontrolliert werden, bevor der Wiederaufbau beginnt.

Führende Hamas-Vertreter, darunter Khaled Mashaal und Musa Abu Marzouk, haben jedoch in den vergangenen Monaten zentrale Bestandteile von Trumps Plan für die nächste Phase zurückgewiesen, darunter die Entwaffnung – obwohl sie dem Vorschlag bereits im Oktober 2025 zugestimmt hatten.

Nickolay Mladenov, der Hohe Beauftragte des Friedensrats für den Gazastreifen, hat wiederholt betont, dass die Entwaffnung der Hamas und aller anderen palästinensischen Terrororganisationen eine Voraussetzung für den Wiederaufbau des Gazastreifens im Rahmen von Trumps Plan sei.

Die Quelle sagte JNS am Mittwoch, das humanitäre Pilotprojekt „dürfe nicht als Wiederaufbau oder als Ersatz für die Entmilitarisierung verstanden werden“.

„Der Zweck besteht darin, sichere humanitäre Zonen zu schaffen, in denen Zivilisten außerhalb der Kontrolle der Hamas Zugang zu Unterkünften und grundlegenden Dienstleistungen erhalten können, während der umfassendere Prozess in den Bereichen Regierungsführung, Sicherheit und Entwaffnung weiterläuft“, betonte die Quelle.

Palästinenser, die in die Zonen gelangen möchten, müssten nach Angaben der Quelle ein Überprüfungsverfahren durchlaufen, das verhindern soll, dass sich Terroristen unter Zivilisten verbergen.

Diese Überprüfung werde vom NCAG mit Unterstützung der ISF durchgeführt, während die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) „keinen Kontakt zur Zivilbevölkerung“ und „keine Rolle“ bei der Abgrenzung der humanitären Pilotzonen vom übrigen Gazastreifen hätten, sagte die Quelle. Sie fügte hinzu: „Die Bewegungsfreiheit in die Zonen hinein und aus ihnen heraus bleibt für alle unbewaffneten Zivilisten gewährleistet.“

Die Quelle wollte keine Angaben zum Zeitplan oder zu den geplanten Standorten der Pilotzonen machen und erklärte, die Umsetzung hänge von den „abschließenden sicherheitsbezogenen, operativen und politischen Genehmigungen“ ab.

Bereits am Mittwoch hatte ein Vertreter des Friedensrats der Nachrichtenagentur AFP gesagt, das Gremium plane eine Pilotzone in der südlichsten Stadt des Gazastreifens, Rafah, die Zehntausende palästinensische Zivilisten aufnehmen könne.

„Es gibt ein Pilotprojekt, das wir besonders prüfen. Damit könnte man dem NCAG einen Ausgangspunkt geben, Zehntausenden die Möglichkeit eröffnen, freiwillig in dieses Gebiet zu kommen, und ihnen einen Raum schaffen, in dem sie eine wirksame Regierungsführung ausüben und selbst die Verwaltung übernehmen“, erklärte der Vertreter.

Die ISF werde als eine „Art Puffer“ fungieren, der die palästinensische Bevölkerung von den IDF trenne, sagte der Vertreter.

Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten wollte auf Anfrage von JNS am Mittwochabend zu der gemeldeten Regelung, wonach die IDF weder an der Überprüfung der Palästinenser noch an der Verwaltung der geplanten humanitären Pilotzonen beteiligt sein sollen, keine Stellung nehmen.

Die IDF-Sprechereinheit erklärte gegenüber JNS: „Der Sachverhalt ist bekannt und wird derzeit geprüft.“

„Die IDF handeln im Einklang mit den Weisungen der politischen Führung“, fügte sie hinzu.

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Patrick Callahan

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