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EU-Außenbeauftragte fordert Freilassung der Geiseln

„Die Ungewissheit über das Schicksal der eigenen Angehörigen ist unerträglich“, so die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen mit Familienangehörigen der Geiseln.

Kallas
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas trifft am 14. Januar 2025 mit israelischen Geiselfamilien zusammen. Bildnachweis: Europäischer Auswärtiger Dienst.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am Dienstag erneut die sofortige und bedingungslose Freilassung aller 98 Geiseln gefordert, die von Hamas-Terroristen im Gazastreifen festgehalten werden. Dies geschah im Anschluss an ein Treffen mit den Familien der Geiseln.

„Es war sehr bewegend, mit den Familien der Geiseln zu sprechen, die noch immer von der Hamas im Gazastreifen gefangen gehalten werden“, twitterte Kallas und fügte hinzu: „Die Ungewissheit über das Schicksal der eigenen Angehörigen ist unerträglich“.

Alle Geiseln müssten „sofort und bedingungslos“ freigelassen werden, schloss die EU-Chefdiplomatin.


Kallas, die frühere Premierministerin Estlands, trat ihr Amt am 1. Dezember als Nachfolgerin des Spaniers Josep Borrell an. Kallas’ Ansichten über Israel und den Nahen Osten sind weitgehend unbekannt. Während ihrer dreijährigen Amtszeit als Premierministerin profilierte sie sich vor allem als Kritikerin des russischen Krieges gegen die Ukraine.

Borrells Amtszeit war von anhaltender Kritik an Israel und mangelnden Maßnahmen gegen den Iran geprägt. Im September erklärte der damalige israelische Außenminister Israel Katz, Borrell sei bei einem geplanten Staatsbesuch nicht willkommen. Jerusalem schlug daraufhin einen anderen Termin vor, nachdem Borrell zurückgetreten war.

Nach seinem letzten Treffen mit israelischen Geiselfamilien am 8. Oktober forderte Borrell ein Ende des „unerträglichen Leidens aller Zivilisten in Gaza“.

Nach Angaben des Büros des israelischen Ministerpräsidenten hält die Hamas in Gaza 98 Geiseln fest, von denen 94 am 7. Oktober 2023 entführt und vier im Jahr 2014 gefangen genommen wurden. 36 der Geiseln sind nicht mehr am Leben, darunter zwei aus dem Jahr 2014 (die israelischen Soldaten Hadar Goldin und Oron Shaul).

Die Associated Press berichtete am Dienstag, dass die Hamas einem Entwurf für eine Waffenruhe zugestimmt habe. Die Regierung in Jerusalem habe eine Einigung aber noch nicht bestätigt.

Der vorgeschlagene dreistufige Plan sieht die Freilassung von 33 Geiseln – darunter Frauen, Kinder, ältere Menschen und verletzte Zivilisten – über einen Zeitraum von 42 Tagen vor. Im Gegenzug könnten Hunderte von palästinensischen Terroristen, die in Israel inhaftiert sind, freigelassen werden, berichtete AP.

 

(JNS)

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Patrick Callahan

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