Israel hat kürzlich geschworen, die drusische Bevölkerung in Südsyrien angesichts der Angriffe der neuen sunnitischen Dschihadisten-Herrscher in Damaskus zu verteidigen. Neuen Berichten zufolge nehmen die Drusen diese israelische Unterstützung an und streben eine Autonomie, wenn nicht gar die Unabhängigkeit an.
In viralen Videoclips in den sozialen Medien sind Drusen im Gouvernement Suwayda in Südsyrien zu sehen, die die israelische Flagge hissen.
Druze raise the Israeli flag in Suwayda! pic.twitter.com/TImPgK4J6P
— Mira ⛥ (@MiraMedusa) March 3, 2025
Die libanesische Zeitung Al-Akhbar berichtet, dass der geistliche Führer der Drusen in Israel, wo 120.000 Drusen leben (weitere 23.000 auf den Golanhöhen), Geld an die drusischen Gemeinden in Syrien und im Libanon geschickt und sie ermutigt hat, sich unter israelischem Schutz abzuspalten.
Die Drusen sind als Volk historisch loyal gegenüber dem Staat, in dem sie leben, und das gilt auch für Israel. Die Drusen in Israel haben sich vor langer Zeit mit den Juden als „Blutsbrüder“ verbunden und sind die einzige Minderheit im Land, die darauf besteht, neben ihren jüdischen Landsleuten den Wehrdienst abzuleisten.
In Syrien und im Libanon werden die Drusen, die sich all die Jahrzehnte loyal verhalten haben, jedoch zunehmend von den Dschihadisten der Hisbollah und Hay’at Tahrir al-Sham (HTS), der ISIS-ähnlichen sunnitischen Bewegung, die kürzlich die Macht in Damaskus übernommen hat, angegriffen.
بالفيديو: اشتباكات عنيفة بين الأمن السوري ومسلحين من الطائفة الدرزية في جرمانا بريف دمشق السوري
https://t.co/hUYrHUmSha pic.twitter.com/A4oF7yCwHg
— Cedar News (@cedar_news) March 1, 2025
Die Drusen auf den israelischen Golanhöhen stellen einen Sonderfall dar. Die Golanhöhen kamen 1967 unter israelische Kontrolle, lange nachdem die Drusen von Galiläa dem jüdischen Staat die Treue geschworen hatten. Die meisten Drusen auf den Golanhöhen haben nie die Staatsbürgerschaft angenommen und melden sich nicht freiwillig zum Dienst bei den israelischen Streitkräften, da sie befürchten, als „Verräter“ gebrandmarkt zu werden, falls die Golanhöhen eines Tages im Rahmen eines Friedensabkommens an Syrien zurückgegeben werden sollten. Dennoch stehen sie Israel freundlich gegenüber, obwohl ihre Hauptsorge ihren Brüdern gilt, die auf der syrischen Seite der Grenze bleiben.
Israel betrachtet die Drusen des Golan und Südsyriens als potenzielle Verbündete und sogar als „Blutsbrüder“ wie die Drusen von Galiläa. Der drusische Glaube verehrt Moses‘ Schwiegervater Jethro, wodurch eine tiefe und uralte Verbindung zwischen den Drusen und den Kindern Israels entsteht.
Letzte Woche warnten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz das neue syrische Regime davor, seine Streitkräfte südlich von Damaskus zu entsenden und insbesondere die Bedrohung des drusischen Vororts Jaramana einzustellen.
„Wir werden nicht zulassen, dass das terroristische Regime des radikalen Islam in Syrien den Drusen Schaden zufügt. Wir haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, eine deutliche und unmissverständliche Warnung vorzubereiten und zu überbringen: Wenn das Regime den Drusen Schaden zufügt, werden wir ihm Schaden zufügen“, so die israelischen Politiker in einer gemeinsamen Erklärung.
„Wir sind unseren drusischen Brüdern in Israel verpflichtet, alles zu tun, um Schaden von ihren drusischen Brüdern in Syrien abzuwenden, und wir werden alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten“, so die Erklärung weiter.
Israeli forces are preparing to advance toward Damascus, Syria, to defend the Druze suburb of Jaramana, currently under attack by the Syrian regime (HTS).
Druze reinforcements have arrived in Jaramana with support from the Israeli Air Force.
Here’s how this could unfold:
1/4 pic.twitter.com/VA90sdsvbU— Naftali Hazony (@nhazony) March 1, 2025
Berichten zufolge begannen drusische Truppen aus dem Süden unter dem Schutz der israelischen Luftwaffe nach Norden in Richtung Jaramana zu marschieren. Zusammen mit dem libanesischen Bericht über die Aktivitäten des israelischen drusischen Anführers Mowafaq Tarif löste dies Spekulationen aus, dass die Drusen eine autonome Zone, wenn nicht gar die Unabhängigkeit im Gouvernement Suwayda in Südsyrien, anstreben könnten.
Die Region Suwayda hat eine Bevölkerung von fast einer halben Million, von denen über 85 % Drusen sind. Weitere 10 % sind Christen, eine Minderheit, die in diesem neuen Syrien ebenfalls angegriffen wird. Unter drusischer Führung und unter israelischem Militärschutz wäre Suwayda zweifellos das sicherste Gebiet für syrische Christen.
By fighting off HTS and other Jihadist forces, Israel is creating an autonomous Druze territory in southern Syria. This simultaneously protects the Druze, and repels hostile forces away from Israel’s border.
4/4 pic.twitter.com/7aWGIe88Uu
— Naftali Hazony (@nhazony) March 1, 2025
In den sozialen Netzwerken und in den Medien sprechen Drusen heute offen darüber, dass sie nicht unter einem islamistischen Staat in Syrien leben wollen.
This is something you don’t see every day:
A Druze resident of Suwayda in southern Syria, wearing military uniform, openly declaring loyalty to the State of Israel.
This only shows how quickly things are changing in southern Syria. pic.twitter.com/sF3AF8d7kU
— ((🆆3⃣🅱🆂🜃🅶3⃣)) 🇮🇱 I Stand with Israel! 🇮🇱 (@w3bsag3) February 24, 2025
Mit Israel an ihrer Seite hoffen sie auf eine bessere Zukunft.





Wenn die Drusen einen eigenen Staat anstreben, werden sie ihn bekommen. Auch die Kurden werden im heute noch syrischen Gebiet einen Staat haben.