Der älteste Beweis für die Rituale der Lebensmittellagerung wurde von Forschern der Universität Haifa und des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin während der Ausgrabungen am prähistorischen Ort Tel Tsaf gefunden. Es ist ein ungewöhnliches Tongefäß und soll über 7000 Jahre alt sein. Das Gefäß zeigt die rituelle und politische Bedeutung der großräumigen Lebensmittellagerung im antiken Nahen Osten.

„Bisher konzentrierten sich die Diskussionen über den frühen Übergang zu komplexen Gesellschaften in diesem Bereich vor allem auf spätere Zeitepochen und auf den Zusammenhang zwischen der Entwicklung sozioökonomischer Eliten und der Fähigkeit bestimmter Einzelpersonen oder Familien, große Mengen Nahrung über den eigenen Bedarf hinaus zu speichern. In diesem Zusammenhang liefern die Erkenntnisse von Tel Tsaf einen Beweis für eine frühe Verknüpfung von Lebensmittellagerung im großen Stil und Einhaltung eines Rituals“, erklärt Prof. Danny Rosenberg vom Zinman-Institut für Archäologie, der das Forschungsprojekt in Tel Tsaf zusammen mit Dr. Florian Klimscha vom DAI seit fünf Jahren leitet.
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