all

all

Ehemaliger Likud-Außenminister David Levy in Beit She’an beigesetzt

Levy spielte eine zentrale Rolle bei der politischen Emanzipation der Juden mizrachischer Herkunft.

David Levy. Archivbild: Flash90

Der ehemalige israelische Außenminister David Levy ist am Montag, einen Tag nach seinem Tod im Alter von 86 Jahren, in seiner Heimatstadt Beit She’an beigesetzt worden.

Der langjährige Likud-Politiker, der eine zentrale Rolle bei der politischen Emanzipation der Mizrahi-Juden spielte, wurde im Beisein von Regierungsvertretern und Knesset-Abgeordneten beigesetzt.

Bei der Beerdigung in der nordisraelischen Stadt würdigte der israelische Staatspräsident Isaac Herzog Levy als „Beispiel für Zionismus, Entschlossenheit und Liebe zu Israel“.

Der israelische Präsident Isaac Herzog nimmt am 3. Juni 2024 an der Beerdigung des ehemaligen israelischen Außenministers David Levy in der Stadt Beit She’an im Norden des Landes teil. Foto: Michael Giladi/Flash90.

Auch Knessetsprecher Amir Ohana hielt eine Trauerrede. „Mit Ihrer Sensibilität, Weisheit, Mäßigung und Diskretion haben Sie nicht nur die von Ihnen geschaffenen Errungenschaften, sondern auch die Herzen der Menschen erobert“, sagte Ohana.

Levy wurde 1937 in Rabat, Marokko, geboren und emigrierte in seinen Zwanzigern nach Israel. Er arbeitete im Baugewerbe und begann seine politische Karriere Mitte der 1960er Jahre als Vorsitzender der Likud-Fraktion in der Gewerkschaft Histadrut.

Von 1969 bis 2006 war er Mitglied der Knesset und bekleidete die Ämter des Außenministers, des stellvertretenden Ministerpräsidenten, des Ministers für Wohnungsbau und Bauwesen sowie des Ministers für Einwanderung und Integration.

Während seiner Amtszeit als Minister für Bau- und Wohnungswesen in der ersten Regierung von Ministerpräsident Menachem Begin (1977-1981) versuchte Levy, die Wohnungsknappheit in Jerusalem zu lindern, indem er jungen Paaren Anreize bot, sich in neu entstehenden Gemeinden in Judäa und Samaria niederzulassen.

David Levy bei der Verleihung des Israel-Preises im Internationalen Konferenzzentrum (ICC) in Jerusalem am 19. April 2018. Foto: Hadas Parush/Flash90

2018 erhielt Levy den Israel-Preis für sein Lebenswerk, die höchste zivile Auszeichnung des jüdischen Staates. Das Auswahlkomitee beschrieb ihn als „sozialen Kämpfer für die schwächeren Klassen, als Gewerkschaftsführer und Vertreter der Entwicklungsstädte und Randgebiete des Landes“.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war Levy ein Rivale des heutigen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in der Likud-Partei und forderte ihn 1993 bei den Vorwahlen zur Parteiführung heraus. Netanjahu erhielt über 50 Prozent der Stimmen, während sich etwa 25 Prozent der Likud-Mitglieder für Levy entschieden.

Levy führte auch die Fraktion Gesher an, die von 1999 bis 2001 der Regierung des damaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak angehörte.

Netanjahu lobte Levy nach Bekanntwerden seines Todes am Sonntag als einen Mann, der sich seinen Weg im Leben mit seinen eigenen Händen geebnet habe.

Als Außenminister habe Levy geholfen, „diplomatische Beziehungen mit Ländern aufzunehmen, die während des Kalten Krieges darauf verzichtet hatten. Seine Besuche in den Hauptstädten der Welt waren geprägt von seinem Stolz, ein hingebungsvoller Repräsentant des Staates Israel zu sein“, sagte Netanjahu in einer Erklärung.

„Auf nationaler Ebene hat er dem politischen Leben seinen persönlichen Stempel aufgedrückt und sich gleichzeitig um die schwächsten und bedürftigsten Sektoren gekümmert“, sagte der Ministerpräsident. „Wir waren nicht immer in allen Punkten einer Meinung, aber ich habe immer sein Sendungsbewusstsein bewundert.“

Levy war Vater von zwölf Kindern, darunter die ehemaligen Likud-Abgeordneten Orly Levy und Jackie Levy. Er lebte während seiner gesamten politischen Karriere in Beit She’an und pendelte täglich ins Zentrum Israels.

Die Todesursache Levys wurde nicht bekannt gegeben. Er war erst im August 2023 wegen Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

 

(JNS)

About the author

Patrick Callahan

This is an example of author bio/description. Beard fashion axe trust fund, post-ironic listicle scenester. Uniquely mesh maintainable users rather than plug-and-play testing procedures.

Schreibe einen Kommentar

Anmelden