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Die ohrenbetäubenden Lügen über Israel und die Juden

Vom Libanon bis zur Gaza-Flottille: Verzerrungen dominieren den öffentlichen Diskurs, während die Realität ignoriert wird.

Europäische Aktivisten an Bord der „Global Sumud“-Flottille nach Gaza, die am 1. Mai 2026 von der israelischen Armee (IDF) in der Nähe von Kreta abgefangen wurde. Bildquelle: Israelisches Außenministerium/X.

(JNS) Seit geraumer Zeit – zumindest seit dem 7. Oktober 2023 – prägen Lügen über Juden und Israel den öffentlichen Diskurs und übertönen jede andere Darstellung der Realität.

Hier sind drei Beispiele:

Was den Libanon betrifft, lesen und hören wir in den Medien, dass Israel einen Teil des Landes besetzen wolle und dass seine Soldaten trotz eines Waffenstillstands im Süden weiterkämpfen, während die libanesische Bevölkerung leidet. Über die Hisbollah oder das sehr reale Leid der Israelis wird kaum etwas gesagt.

Die Wahrheit ist folgende: Israel versucht zu verhindern, dass die Hisbollah seine Bevölkerung im Norden terrorisiert, wie sie es seit Jahren tut – insbesondere seit dem 7. Oktober –, trotz wiederholter Vereinbarungen. Der Iran gibt die Befehle; die Hisbollah handelt und verstößt gegen Waffenstillstände.

Die Israelis, die unter ständiger Bedrohung leben, können nicht in ihren Häusern bleiben. Kinder gehen nicht zur Schule. Sirenen heulen unaufhörlich. Drohnen und Raketen zerstören, verletzen und töten. Ganze Gemeinden sind gelähmt – wirtschaftlich und sozial.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun, obwohl zur Mitwirkung aufgefordert, tritt der Hisbollah nicht entgegen und unternimmt nichts, um sie zu entwaffnen, wie Israel es fordert. Unterdessen handelt Israel weiterhin mit Zurückhaltung und wartet auf eine Reaktion aus Beirut, während die Bewohner Nordisraels um die Wiederherstellung eines normalen Lebens flehen.

Eine zweite Unwahrheit: die Behauptung, das Abfangen der „Global Sumud“-Flottille habe gegen das Völkerrecht verstoßen. Ein wenig gesunder Menschenverstand ist angebracht. Stellen Sie sich Dutzende von Schiffen vor, gefüllt mit Sympathisanten des Terrorismus aus Spanien, Frankreich und Italien – die keine Hilfe liefern, sondern auf Konfrontation aus sind – und versuchen, an Ihren Küsten anzulegen.

Jedes Land würde aus offensichtlichen Sicherheitsgründen handeln, um ein solches Szenario zu verhindern. Im Fall Gaza könnte eine solche Flottille zudem Waffen verbergen und eine Infiltration auf dem Seeweg in Richtung der israelischen Häfen Aschkelon und Aschdod ermöglichen.

Was die Rechtmäßigkeit angeht, so stellt das San-Remo-Handbuch – das sich mit bewaffneten Konflikten auf See befasst – klar, dass eine erklärte Seeblockade in internationalen Gewässern rechtmäßig ist, wenn das Kriegsvölkerrecht gilt.

Dies ist zweifellos der Fall bei der Hamas, einer Organisation mit militärischen Fähigkeiten, Waffenarsenalen und territorialer Kontrolle. Unter solchen Umständen dürfen Schiffe abgefangen, beschlagnahmt und in einen kontrollierten Hafen umgeleitet werden. Tatsächlich würde die Nichtdurchsetzung einer erklärten Blockade das Recht selbst bedeutungslos machen.

Ein dritter Fall: Ein jüdischer Jugendlicher namens Eitan, der am 25. April während einer Kundgebung zum Tag der Befreiung in Rom mit einem Luftgewehr auf zwei Mitglieder der Italienischen Nationalen Partisanenvereinigung (ANPI) schoss. Der Junge wurde des versuchten Mordes beschuldigt, diffamiert und als logische Folge israelischer Brutalität dargestellt, doch inzwischen wurde die Anklage fallen gelassen.

Dennoch gingen die Medienberichterstattung und Fernsehdebatten so weit, die „Jüdische Brigade“ zu kriminalisieren – sie wurde nicht mehr als die heldenhafte Gruppe jüdischer Antifaschisten dargestellt, die aus dem vorstaatlichen Israel kamen, um bei der Befreiung Italiens zu helfen, sondern stattdessen als etwas umgedeutet, das einer kriminellen Organisation ähnelt.

Die Implikation war klar: Juden werden als aggressive, überhebliche Akteure dargestellt – eine Annahme, die mittlerweile pauschal auf alles angewendet wird, was Israel tut. Der Junge wurde als Scharfschütze dargestellt und des versuchten Mordes beschuldigt.

Dennoch wurde in den italienischen Medien kein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und dem sich ausbreitenden Antisemitismus hergestellt, der am 29. April zwei jüdische Opfer in Londons Stadtteil Golders Green ins Visier nahm.

Drei Fälle der Kriminalisierung von Juden? Weit gefehlt. Es gibt täglich Hunderte davon, in Schulen, auf Medienplattformen und im politischen Diskurs in Europa und auf der ganzen Welt.

Allzu oft endet es nicht bei Worten, sondern in Gewalt.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Die ohrenbetäubenden Lügen über Israel und die Juden”

  1. Stephan Wolf sagt:

    Auch die Schiiten im Libanon lösen sich jetzt ganz von der Hisbollah (schon allein der Name dieser Gruppe ist ein im Islam, wie in allen Religionen verbotener Missbrauch des Gottesnamens), weil diese nur Probleme bringt. Man wird sich anderen Parteien zuwenden und Hilfe oder Unterstützung eher bei der Regierung suchen, nicht mehr bei den unversöhnlichen Kriegstreibern der sog. Hisbollah. Wenn diese Hisbollah aufgelöst ist, was bald der Fall sein wird, werden auch die Kriege und die gesellschaftliche und politische Instabilität aufhören.

  2. Stephan Wolf sagt:

    Über die Flottillas werden die Medien weltweit nicht mehr berichten, wodurch es für die Initiatoren keinen Grund mehr gibt, neue zu planen. Denn das war ja immer ihr einziges Ziel, Israel weltweit in ein schlechtes Licht zu setzen. Man wird derartige Aktionen zunehmend als weltfremd und auch etwas lächerlich ansehen und die Medien weltweit werden sich nicht mehr vor den Propaganda-Karren der Hamas spannen lassen Man wird diese und gleichartige Aktionen als das beurteilen, was sie sind: Irregeleitete und künstliche Versuche, absichtlich Skandale zu provozieren und mediale Empörerei herbeizuführen.

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