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Deutsche Berichte stellen Bilder aus dem Gazastreifen infrage

Süddeutsche Zeitung und Bild hinterfragen, warum etablierte Medien inszenierte Fotos von anti-israelischen freien Mitarbeitern verwenden.

Gazastreifen
Palästinenser transportieren humanitäre Hilfsgüter in Rafah im südlichen Gazastreifen, 31. Juli 2025. Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

(JNS) Ein Anfang dieser Woche veröffentlichter Bericht der deutschen Tageszeitung Süddeutsche Zeitung stellt die Vertrauenswürdigkeit der aus dem Gazastreifen stammenden Bilder infrage. Die Zeitung kam zu dem Schluss, dass es sich bei zumindest einigen um inszenierte Hamas-Propaganda handelt.

Die Recherche, über die am Dienstag auch die Bild berichtete, konzentriert sich auf den Fotografen Anas Zayed Fteiha, einen freien Mitarbeiter der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, der offenbar Aufnahmen arrangiert, um das Narrativ vom israelisch verursachten Leid zu verstärken.

So zeigen von ihm aufgenommene Fotos an einer Hilfsausgabestelle in Gaza vor allem flehende Frauen und Kinder. Bilder anderer Fotografen am selben Ort hingegen zeigen laut dem Bericht überwiegend erwachsene Männer, die ruhig auf Lebensmittel warten und diese entgegennehmen.

Fteiha verfolge laut der Zeitung die Mission, „Palästina zu befreien“. Sein Instagram-Account zeigt ihn in Kampfausrüstung mit der Aufschrift „Presse“ – ein Bild, das laut Bild von einem „bekennenden Judenhasser“ erstellt wurde.

Ein weiteres Video auf seinem Account trägt die Beschriftung „F**k Israel“. Zudem ist Fteiha im europe.palestine.network aktiv, das internationalen „Widerstand“ gegen Israel propagiert, berichtete die Zeitung.

Trotzdem werden seine Fotos von großen Medien verwendet. Sie wurden unter anderem von Stern, New York Magazine, CNN, der BBC, Deutschlandfunk, Junge Welt und – zumindest vor den Enthüllungen – auch von der Bild veröffentlicht.

Auf Nachfrage teilten die Deutsche Presse-Agentur und die Agence France-Presse der Süddeutschen Zeitung mit, dass sie künftig keine Bilder Fteihas mehr nutzen würden. Reuters hingegen erklärte lediglich, seine Fotos „entsprechen den Standards für Genauigkeit, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit“.

Ein Teil des Problems besteht laut der deutschen Zeitung darin, dass Israel keine Journalisten in den Gazastreifen lässt und das Feld damit palästinensischen Fotografen überlässt.

„Im Süden von Gaza kontrolliert die Hamas 100 Prozent der Bildproduktion“, sagte der Historiker und Fotoexperte Gerhard Paul der Süddeutschen Zeitung.

Das Ziel der Hamas sei es, gegen Israel zu hetzen – und laut Bild gelinge ihr das.

„Kaum jemand beherrscht Propaganda so gut wie die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen“, heißt es in dem Bericht.

Das israelische Außenministerium nahm am Dienstag in einem Tweet zu den deutschen Berichten Stellung: „Vorsicht vor Fake News. Eine gemeinsame Untersuchung von @SZ und @BILD enthüllt, wie die Hamas ‘Pallywood’ nutzt – inszenierte oder gezielt gerahmte Medien –, um die weltweite Meinung zu manipulieren.“

Pallywood“ ist ein Begriff für die Inszenierung angeblicher Verletzungen und Toter durch palästinensische Terrorgruppen, um Sympathien für sich zu gewinnen und Wut auf Israel zu schüren.

„Pallywood ist im Mainstream angekommen – mit inszenierten Bildern und ideologischer Voreingenommenheit, die die internationale Berichterstattung prägen, während das Leid israelischer Geiseln und die Gräueltaten der Hamas aus dem Bild gedrängt werden“, so das Ministerium.

 

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Deutsche Berichte stellen Bilder aus dem Gazastreifen infrage”

  1. Anke Philipp sagt:

    Das ist ja wenigstens etwas und das hätte ich von diesen Medien nicht erwartet. Doch sollte man meinen, dass solch eine Richtigstellung sofort in den öffentlich rechtlichen Medien erscheint, für die der deutsche Bürger hohe Pflichtbeiträge entrichten muss und deren Aufgabe es laut Staatsvertrag ist, unabhängig zu berichten.

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