Déjà-vu

Wieder werden wir über die aktuellen Coronazahlen informiert und auch die Masken können nun bald in unser tägliches Leben zurückkehren. Auf die Touristen müssen wir einen weiteren Monat warten. Corona ist noch da.

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

In den letzten Tagen werden wir an den Beginn der Corona-Ära im letzten Jahr erinnert. So kommt es mir jedenfalls vor. Es ist wie ein Déjà-vu, denn vieles, was zurzeit passiert, hatten wir irgendwie schon mal. Man fühlt sich zurück in die Monate März, April 2020 versetzt. Plötzlich hört man wieder Diskussionen der Gesundheitsexperten über die Notwendigkeit des Tragens von Masken, allerdings nur in Innenräumen, nicht draußen, die Zahlen der täglichen Neuinfizierungen werden jetzt wieder veröffentlicht und in den Nachrichtensendungen treten wieder die mittlerweile berühmt gewordenen Doktoren und Professoren der Krankenhäuser auf.

Und dann kam gestern noch die Nachricht, dass meine Stadt Modiin wieder „gelb“ geworden sind. Das führte dazu, dass in allen Schulen der Stadt wieder die Maske getragen werden muss. Ein für das Wochenende geplante Festival wurde erst einmal abgesagt. Und nun soll die Maske wohl auch wieder für alle eingeführt werden, in Gebäuden jedenfalls. Dabei hatten wir uns doch gerade wieder daran gewöhnt, im Einkaufszentrum ohne Maske zu gehen und endlich wieder frei atmen zu können.

Schuld daran ist diese sogenannte „Delta-Variante“ des Coronavirus, das sich nun vor allem unter den Schülern verbreitet, die das Virus dann nach Hause bringen und dann auch ihre Elten anstecken. Es wurde berichtet, das ein Drittel der neu mit dem Virus Infizierten bereits zweimal geimpft war. Allein hier in Modiin wurden mehr als tausend Menschen in die Quarantäne geschickt. Wer sich nicht daran hält, kann mit einer dicken Strafe rechnen. 5000 Schekel müssen diejenigen bezahlen, die sich nicht an die Anweisung halten, in Quarantäne zu sein. Allerdings, und das sollte man betonen, ist fast niemand der Neuinfizierten richtig krank geworden, was wir wohl der Impfung zu verdanken haben. Und das ist wohl der Grund dafür, das sich in den letzten Tagen sehr viele Schüler im Alter von 12 bis 18 imopfen lassen.

Der Ben Gurion Flughafen steht nun wieder im Mittelpunkt der täglichen Berichterstattung. Dort soll es einige Pannen gegeben haben, die dazu führten, dass einige Tausend aus dem Ausland zurückgekehrte Israelis ohne Test dem Flughafen verließen und nun damit wohl die neue Corona-Variante im Land verteilt.

Reisende auf dem Flughafen.

Unser neue Premierminister Naftali Bennet sagte vor einigen Tagen, dass man von nicht notwendigen Flügen ins Ausland absehen sollte. Und wenn man fliege, dann solle man die nicht geimpften Kinder zu Hause lassen. Auch wird darüber nachgedacht, Flüge in sogenannte „rote“ Länder, also Länder, in denen man das Coronavirus nicht im Griff hat, zu verbieten.

 

Touristen müssen warten

Und nun eine unerfreuliche Nachricht, die vielleicht auch viele von Ihnen, liebe Leser, betrifft. Eigentlich sollte ab dem 1. Juli geimpften Touristen der Flug nach Israel ermöglicht werden. Doch gestern hat man das erst einmal auf den 1. August verschoben. Sie müssen sich also noch etwas gedulden, bis Sie endlich wieder unser Land besuchen können. Ich bekam in den letzten tagen schon mehrere Nachrichten von Lesern und Bekannten, die sich bereits ein Flugticket nach Israel für den Monat Juli gebucht haben. Es tut mir leid, dass sie ihre Flüge nun verschieben müssen.

Premierminister Naftali Bennett riet uns, auf unnötige Flüge ins Ausland zu verzichten, auch die Touristen müssen noch etwas warten.

Wir wissen immer noch nicht genug über das Coronavirus, wir kennen die Auswirkungen des Virus auf eine zum größten Teil geimpfte Bevölkerung noch nicht. Sollten die Zahlen der Schwerkranken nicht plötzlich nach oben schnellen, was momentan nicht der Fall ist, werden wir vielleicht doch wieder schnell in die „Normalität“ zurückkehren, oder auch nicht. Sie sehen, auch ich bin verwirrt. Ich habe mir gestern wieder eine Packung mit Masken gekauft, für alle Fälle. Denn noch ein paar Tage  mit mehr als hundert neuen Coronafällen, dann wird die Maskenpflicht in innerhalb von Gebäuden wieder eingeführt werden. Mein Optimismus war vielleicht etwas verfrüht. Und mit diesem etwas bitteren Nachrichten gibt es jetzt das Wetter:

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bedeckt bis heiter ohne bemerkenswerte Veränderungen der Temperaturen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 36 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter gesunken und liegt jetzt bei – 209,545 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 74,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Und nun wünsche ich Ihnen im Namen der gesamten Redaktion von Israel heute einen angenehmen Donnerstag freuen Sie sich auf das Wochenende und bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

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