Hat der legendäre Anführer der Kassam-Brigaden, Mohammed Deif, den israelischen Luftschlag während des Gazakrieges überlebt? Ein libanesischer Fernsehsender, der eng mit der Hisbollah-Terrormiliz verbunden ist, berichtete jetzt über einen Trauerbrief, den Deif angeblich an Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah geschickt hat. Darin drücke Deif seine Trauer über den Tod von sechs Offizieren der Hisbollah aus. Sie waren am vergangenen Sonntag bei einem Luftschlag umgekommen, der Israel zugeschrieben wird.
Mohammed Deif fordere in dem Brief dazu auf, alle Waffen auf Israel zu richten, das sich barbarisch verhalten habe. Ferner heißt es in dem Brief, dass alle islamischen Widerstandsgruppen sich vereinigen sollten.
In der Schlussphase der Militäroperation „Starker Fels“ hatte Israels Armee ganz gezielt Deifs Haus in Gaza-Stadt bombardiert. Der Geheimdienst ging davon aus, dass er sich zu dieser Zeit dort aufhielt. Die Hamas bestätigte danach den Angriff und räumte ein, dass Deifs Frau und sein Sohn dabei ums Leben kamen. Die israelische Armee ging davon aus, dass auch Deif selbst bei dem Angriff starb. Die Hamas bestritt dies jedoch vehement.
Von Deif, dem „Phantom von Gaza“, gibt es seit Jahren keine aktuellen Fotos. Er ist ein radikaler Judenfeind und kluger Militärstratege. In den vergangenen 20 Jahren hat Deif vier gezielte Tötungsversuche des israelischen Militärs überlebt. Er soll dadurch schwer behindert sein und im Rollstuhl sitzen. Der „Terrorfürst“ von Gaza gilt als Drahtzieher zahlreicher Anschläge auf Israelis und als „Erfinder“ der Terror-Tunnel-Strategie.
Foto: Die Beerdigung von Widad Deif, der Ehefrau des „Terrorfürsten“, und ihrem Sohn Ali am 20. August 2014 nutzte die Hamas für eine Großkundgebung.




