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„Dachplan“ für Karnei Shomron unterzeichnet – Ziel ist Verdreifachung der Einwohnerzahl und Ausbau der jüdischen Siedlung in Samaria

Der Plan soll Karnei Shomron als bedeutendes städtisches Zentrum im Herzen von Samaria etablieren. Dies wird als historischer Schritt in der Entwicklung der jüdischen Gemeinden in der Region bezeichnet.

Blick auf die israelische Stadt Karnei Shomron in Samaria am 10. Juni 2020. Foto: Sraya Diamant/Flash90.
Blick auf die israelische Stadt Karnei Shomron in Samaria am 10. Juni 2020. Foto: Sraya Diamant/Flash90.

(JNS) Israelische Regierungsvertreter unterzeichneten am Sonntag ein bedeutendes Abkommen, welches die Stadt Karnei Shomron in Samaria erheblich erweitern soll. Durch den Bau von rund 6.000 neuen Wohneinheiten soll die Einwohnerzahl von etwa 11.000 auf 40.000 steigen.

Der sogenannte „Dachplan“, der in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat von Karnei Shomron, der israelischen Regierung und der Israelischen Landbehörde entwickelt wurde, umfasst erhebliche Investitionen in Infrastruktur, Bildung, öffentliche Einrichtungen, Gewerbezentren, Beschäftigungszonen und öffentliche Räume. Er wurde als umfassendes Stadtentwicklungsprojekt vorgestellt, das miteinander verbundene Wohnviertel mit hochverdichteter Bebauung, einen kompletten Bildungscampus, ein Kulturzentrum, einen Country Club und ein regionales Handelszentrum schaffen soll.

Karnei Shomron, das Anfang der 1980er Jahre als israelischer Gemeinderat in der Region Samaria gegründet wurde, liegt etwa 30 Kilometer nordöstlich von Tel Aviv und östlich von Kfar Saba. Die Gemeinde, deren Name „Hörner von Samaria“ bedeutet, hat sich zu einem lebendigen Wohnzentrum entwickelt, das für seinen starken Gemeinschaftssinn, hohe Wehrdienstquoten und seine malerische Lage auf einem Hügel mit atemberaubendem Blick auf das Wadi Kana bekannt ist. Derzeit leben dort etwa 10.500–11.000 Einwohner, und die Gemeinde dient als wichtiges Bevölkerungszentrum in der Region.

Zur Feier der Unterzeichnung fand in der Yeshivat Bnei Akiva in Karnei Shomron eine Veranstaltung statt, an der Gemeindemitglieder, hochrangige israelische Minister, darunter Finanzminister Bezalel Smotrich und Bauminister Haim Katz, sowie der Vorsitzende des Regionalrats von Mateh Binyamin, Yisrael Gantz, teilnahmen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu konnte nicht persönlich anwesend sein, sandte jedoch eine Videobotschaft mit Glückwünschen.

Die Vereinbarung sieht auch die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur in Karnei Shomron vor, darunter die Erneuerung von Straßenbelägen, die Verlegung von Hochspannungsleitungen unter die Erde, neue Zufahrtsstraßen, Radwege und einen neuen Gemeindepark, der mit einer Investition von mehr als 3,2 Millionen Euro ausgestattet wird und Sportplätze sowie Freizeiteinrichtungen umfasst.

Smotrich bezeichnete den Plan als den ersten von mehreren ähnlichen Initiativen in ganz Judäa und Samaria.

„Dies schafft ‚Normalisierung‘ und macht Judäa und Samaria genauso zu einem Teil Israels wie Caesarea, Dimona, Ofakim und andere Orte“, sagte er. Er fügte hinzu, dass Ariel und der Regionalrat von Shomron voraussichtlich bald ähnliche Pläne erhalten würden, und äußerte die Hoffnung, dass seine eigene Heimatstadt Kedumim folgen werde.

Katz wies auf die Beschleunigung der Dachpläne im ganzen Land hin.

„Von 2013 bis zum vergangenen Juli wurden in ganz Israel nur 50 Dachpläne unterzeichnet. Seit dem vergangenen Juli wurden jedoch 25 weitere Dachpläne eingeführt. Und dies ist das erste Mal, dass ein solcher Plan in Judäa und Samaria eingeführt wird“, sagte Katz. Er betonte, dass Karnei Shomron durch den Plan seine Einwohnerzahl verdreifachen könne, während ein ausgewogenes Wachstum gewahrt und die Lebensqualität verbessert werde.

Der Vorsitzende des Gemeinderats von Karnei Shomron, Yonatan Kuznitz, lobte die Vereinbarung als „einen der bedeutendsten Schritte in der Geschichte von Karnei Shomron“. Er sagte, sie stelle einen strategischen Schritt dar, um die Gemeinde zu einer führenden regionalen Metropole zu machen, die Samaria mit Zentralisrael verbindet und als Anziehungspunkt für junge Familien dient.

Kuznitz hob die verbesserten Autobahnanbindungen hervor, die die Erreichbarkeit im ganzen Land verbessern werden, und beschrieb den Plan als einen Schritt, der durch eine gestärkte territoriale Kontinuität der jüdischen Bevölkerung letztlich „de facto Souveränität“ in das Gebiet bringen werde.

Smotrich ging in seinen Äußerungen noch weiter und forderte Netanjahu auf, vor den Wahlen die Souveränität über Judäa und Samaria zu erklären. „Der Dachplan, den wir heute unterzeichnen, dient der Zukunft von Judäa und Samaria“, erklärte er. „Er ist ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des Zionismus … Wir geben eine klare Antwort: mehr Bauvorhaben, mehr Siedlungen und mehr Zionismus.“

Die Feier fand inmitten anhaltender regionaler Spannungen statt, darunter der Bombenangriff der IDF in Dahiya im Libanon und iranische Drohungen mit Vergeltungsmaßnahmen. Der Dachplan wurde vor allem als Maßnahme zur Stärkung der Sicherheit Israels durch den Ausbau der Siedlungen angesehen.

Kuznitz würdigte die hohen Einberufungszahlen der Gemeinde und den hohen Preis, der im aktuellen Krieg gezahlt wurde, und wies darauf hin, dass seit dem 7. Oktober 2003 zwölf neue Gräber gefallener Soldaten auf dem örtlichen Friedhof entstanden sind.

Der Dachplan soll Karnei Shomron als bedeutendes städtisches Zentrum im Herzen von Samaria etablieren, das benachbarte Gebiete wie Alonai Shiloh und Emmanuel miteinander verbindet, und stellt nach Ansicht der Teilnehmer einen historischen Schritt in der Entwicklung jüdischer Gemeinden in der Region dar.

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Patrick Callahan

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