Christus hat mich dazu gebracht, alle zu lieben, besonders die Muslime

Ehemaliger Sprecher von Ayatollah Khamenei erzählt Israel Heute, wie er zum Glauben an Jesus gekommen ist

von Rami Dabbas | | Themen: Christen
Einst Sprecher von Ajatollah Khamenei in Bagdad, bringt Muhammad Al-Musawi heute Muslime zum Glauben an Jesus.

„Ich habe Dutzende von Christen zum Islam bekehrt, später den Islam verlassen und mich selbst zum Christentum bekehrt“. Mit diesen Worten beginnt Muhammad Al Musawi sein Interview mit Israel Heute.

Al Musawi, eine ungewöhnliche Persönlichkeit aus einer der prominentesten schiitischen Muslim-Familien im Irak, war ein offizieller Vertreter des Obersten Führers des Iran, Ayatollah Khamenei, in Bagdad und an der Erteilung von Fatwas gegen die Feinde des Ayatollahs beteiligt.

Er konvertierte zum Christentum, nachdem ihm Jesus erschienen war, und wurde daraufhin wegen Apostasie zum Tode verurteilt.

Nachdem er aus der Region geflohen war, wurde Al Musawi zu einem der bekanntesten arabischen Missionare unter den Muslimen in Europa, vor allem in Deutschland. Er sprach mit Rami Dabbas, Korrespondent für arabische Angelegenheiten bei Israel Heute.

 

Israel Heute: Welcher Art war Ihre Beziehung zu Ayatollah Khamenei?

Muhammad Al-Musawi: Ich habe 2001 an der Hawza – einer schiitischen muslimischen Religionsschule in Nadschaf – studiert. Anschließend studierte ich im Iran und wurde 2012 zum religiösen Vertreter von Ayatollah Khamenei in Bagdad ernannt. Dort erließ und verkündete ich Fatwas von Khamenei und sammelte bei den Einheimischen Wohltätigkeits- und Hilfsgüter für die Islamische Revolution.

 

Warum haben Sie den Islam verlassen und sind Christ geworden?

Durch meine Bemühungen wurden Dutzende von Christen zum Islam bekehrt. Aber vor Jahren reiste ich mit einer pro-iranischen Miliz nach Syrien und wurde Zeuge von schrecklichen Massakern an Andersgläubigen, insbesondere an sunnitischen Muslimen. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich nicht mehr an die Existenz Gottes. Dann erschien mir Jesus in vier aufeinanderfolgenden Visionen. Ich schenkte ihm mein Vertrauen und floh aus dem Irak. Von diesem Moment an widmete ich mich der Verbreitung des Evangeliums in Europa.

 

Wie konnten Sie entkommen, nachdem Sie wegen Apostasie zum Tode verurteilt worden waren?

Es war meine eigene Frau, die mich bei den pro-iranischen schiitischen Milizen anzeigte, nachdem ich ihr erzählt hatte, dass mir Jesus erschienen sei und ich beabsichtigte, Christ zu werden. Ich wurde sofort ins Visier genommen. Aber ein Freund, der zwar Muslim war, informierte mich über Datum und Ort meiner geplanten Ermordung, und es gelang mir, in die Türkei zu fliehen. Nachdem ich erneut „geoutet“ wurde, rettete mir derselbe Freund ein zweites Mal das Leben, und ich konnte nach Deutschland fliehen.

Der Nahost-Analyst von Israel Heute, Edy Cohen, twitterte 2019 einen Videoclip, in dem der ehemalige Muslim von einem Podium in Deutschland aus auf Arabisch über seinen neuen Glauben spricht. Der Tweet löste einen Sturm negativer Kommentare aus, wurde aber auch von Hunderten im Nahen Osten geliked und geteilt.

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