Bemühungen um Freilassung einer in Syrien festgehaltenen Israelin

Bei der Israelin handelt es sich um eine etwa 20 Jahre alte religiöse Jüdin aus Modi’in Ilit

Bemühungen um Freilassung einer in Syrien festgehaltenen Israelin
Hadas Parush/Flash90

Premierminister Benjamin Netanjahu berief gestern Abend eine Dringlichkeitssitzung seines Kabinetts ein. Das Thema der Versammlung wurde geheim gehalten. Die Regierung sagte lediglich, dass der Grund der Sitzung ein “humanitäres Problem” sei. Die Kontakte von Israel Heute in der Regierung und im Militär enthüllten den wahren Grund für das Treffen, aber wegen einer von der israelischen Armee verhängten Nachrichtensperre dürfen wir erst jetzt darüber berichten.

Bei der Geschichte geht es um eine junge jüdische Israelin, die vor etwa zwei Wochen nach Syrien eingereist ist. Der Grund für ihr Handeln bleibt unklar. Syrische Medien behaupten, sie sei “versehentlich” ins Land gekommen, aber das scheint unwahrscheinlich.

Was auch immer die Umstände waren, die Frau wurde schnell verhaftet und Israel begann mithilfe russischer Vermittlung intensive Verhandlungen, um ihre Freilassung zu erreichen. Diese Verhandlungen laufen schon seit mehreren Tagen.

Als eine Einigung in den Verhandlungen in Sicht war, wurde am Dienstag die Kabinettssitzung  einberufen.  Den Berichten zufolge soll die Israelin gegen zwei arabische Sicherheitsgefangene in Israel, Nihal Al-Maqt und Dhiyab Qahmuz, ausgetauscht werden.

Al-Maqt stammt aus der Stadt Majdal Shams auf den Golanhöhen und gehört zu jenem Teil der Bevölkerung, der die israelische Herrschaft über das einst von Syrien kontrollierte Gebiet schon lange ablehnt. Sie wurde 2017 wegen Anstiftung zum Aufruhr inhaftiert.

Qahmuz ist ebenfalls ein Bewohner der Golanhöhen, aber israelischer Staatsbürger. Er wurde 2018 verurteilt, weil er mit der Hisbollah zusammengearbeitet hat, um einen Terroranschlag in Israel zu verüben.

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