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MitgliederAcosta: Ein Leben zwischen Judentum und Christentum

Uriel Acosta kam in Portugal zur Welt. Seine sefardische Familie war während der Spanischen Inquisition gezwungen worden, zum Christentum zu konvertieren.

Christ mit Kreuz in der Jerusalemer Altstadt Foto: Jack Bentley/FLASH90

Ähnlich wie die heutigen messianischen Juden hielten diese so genannten Crypto-Juden an ihren jüdischen Traditionen fest, obwohl sie oberflächlich den christlichen Glauben auslebten.

 Mehr als die Hälfte der Juden auf der Iberischen Halbinsel musste sich 1492 in dieser Weise dem Druck der Kirche beugen, um der Ausweisung zu entgehen. Als Acosta 1585 geboren wurde, war seine Familie zu gläubigen Christen geworden. Uriel studierte später acht Jahre lang Theologie. Auch die Acostas wurden als Conversos oder Marranos (spanisch für „Schweine“) verhöhnt, sowohl von Christen als auch von Juden. Letztere beschimpften die Familie wegen der Konversion. Von der Kirche wurden sie exkommuniziert, weil sie ihre jüdischen Traditionen beibehalten hatten.

Uriel Acosta entschied sich letztlich, zu seinen jüdischen Wurzeln zurückzukehren. Er floh wie viele Conversos mit seiner Familie nach Amsterdam. Doch das Judentum, das er in der Synagoge fand, war nicht so, wie er es...

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Patrick Callahan

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