Knapp ein Jahr nach den Angriffen vom 7. Oktober sind die meisten Bewohner der Grenzregion am Gazastreifen in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Nach Angaben der Behörden sind derzeit etwa 90 % der Evakuierten wieder in ihren Häusern. Von den 47 Ortschaften, die im vergangenen Jahr geräumt wurden, sind 42 inzwischen erneut bewohnt.
Besonders hoch ist die Rückkehrquote in Kerem Shalom, Re’im, Sufa, Nir Yitzhak, Nirim, Ein HaShlosha und Netiv HaAsara. Kerem Shalom meldet rund 88 % zurückgekehrte Bewohner sowie sechs neue Familien, Re’im etwa 95 % Rückkehrer und zehn neue Familien. Insgesamt sind seit dem vergangenen Herbst über 2.500 neue Einwohner in die Region gezogen, vor allem nach Sderot.
In stark zerstörten Kibbuzim gestaltet sich die Lage anders. Nir Oz, Kfar Aza, Be’eri, Kissufim und Holit sind noch weitgehend unbewohnbar. Hier wird mit einer Rückkehr erst in den kommenden Jahren gerechnet, teilweise frühestens 2027. In Nahal Oz, wo 15 Menschen ermordet und acht verschleppt wurden, ist bislang nur rund ein Drittel der Bewohner zurückgekehrt. Viele Familien verweisen auf die fortdauernde Belastung durch Sicherheitsbedenken und die schwierige psychische Situation.
Die israelische Armee hatte im Sommer die Sperrzonen entlang der Grenze aufgehoben und die Region als wieder sicher eingestuft. Offizielle Hilfsprogramme für Evakuierte wurden inzwischen beendet. Dennoch bleibt der Wiederaufbau in einigen Gemeinden eine langfristige Aufgabe.




