Von dem einen hat die Welt zu hohe Erwartungen und von dem anderen zu niedrige. Von dem amerikanischen Präsidenten erhofft sich die westliche Welt nicht viel, denn für sie ist er frech, unberechenbar oder gar ein schlechter Witz. Von Israel meint der Westen fast alles verlangen zu dürfen, denn Israel ist ja so etwas wie ein auserwähltes Volk. Israel darf sich nur gemäßigt verteidigen, Israel muss seine Feinde lieben, Israel muss Frieden machen. Israel muss lieb sein. Von Israel wird verlangt, was niemand von sich selber verlangen würde.
Wer hätte eine Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem für möglich gehalten? Schon zwei Länder folgten dem amerikanischen Beispiel, weitere denken laut darüber nach. Arabischen Medien zufolge spricht selbst das saudische Königreich offen davon, diplomatische Beziehungen mit Israel in Betracht zu ziehen, wobei sogar die Entsendung von Botschaftern nach Riad und nach Jerusalem nicht ausgeschlossen scheint. In Israel sind viele der Meinung, dass das, was man „politische Korrektheit“ nennt, in den Müll gehört. Auch ich empfinde so. Im Sinne dieser Korrektheit wären gar keine Botschaften in Jerusalem...
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