Wir begegnen türkischen Pilgern, die leise neben einer Synagoge voller jüdischer Gläubiger beten. Nur einige Schritte entfernt stehen Christen ehrfürchtig im oberen Zimmer. Trotz ihrer turbulenten Geschichte zeigt diese Stätte, die Juden, Christen und Moslems heilig ist, dass Koexistenz möglich ist.
Trotzdem meiden fast alle israelischen Politiker die Vorstellung, Kleriker würden im diplomatischen Prozess mitwirken. Tzidkiyahu ist einer der israelischen Aktivisten, die glauben, dass religiöse Autoritäten in den empfindlichen Friedensverhandlungen eine konstruktive Hilfe wären.
Tzidkiyahu ist linksorientiert und säkular. In Jerusalem geboren und aufgewachsen, arbeitet er als Projektmanager der Initiative „Allgemeiner Verhaltenskodex für heilige Stätten“, die vom „Rat für religiöse Institutionen im Heiligen Land“ unterstützt wird. Zugleich arbeitet er an seiner Promotion und ist Programmkoordinator für das Forum „Suche nach Gemeinsamkeiten“, das vor kurzem Rabbiner, Priester und Imame zusammengebracht hat, die für Koexistenz eintreten. Unter ihnen sind Rabbi David Menachem, Scheich Samir Aasi und Patriarchalvikar David Neuhaus.
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