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Israelhass: Judoverband greift endlich durch

Iranischer Judoverband von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.

Saeid Mollaei
Saeid Mollaei Foto: Internationaler Judoverband

Eine Nachricht aus der Welt des Sports macht dieser Tage in Israel Schlagzeilen: Der iranische Judoverband sei seit dem 18. September von künftigen Wettbewerben der World Judo Championships ausgeschlossen, heißt es. Der Iran habe jedoch 21 Tage Zeit, um gegen die Entscheidung Einspruch zu erheben.

Auslöser war die Nachricht, Irans Judoka Saeid Mollaei sei von seinem Verband gezwungen worden, ein Wettbewerb in Tokio mit Absicht zu verlieren, um nicht gegen den israelischen Gegner Sagi Muki antreten zu müssen. Solche Vorfälle hat es schon öfter gegeben. Im Jahr 2010 beispielsweise zog sich ein iranischer Taekwondo-Turnierteilnehmer vor einem Wettkampf zurück, um nicht gegen Israels Gili Haimovitz anzutreten. Gili gewann automatisch die Goldmedaille. Im Jahr 2012 machte der Iran bei den Olympischen Spielen in London von vornherein klar, dass man alle Wettbewerbe mit israelischen Spielern direkt boykottieren werde.

Im Falle des 27-jährigen Judoka hat nun der Internationale Judoverband (IJF) eingegriffen, der von einer Übertretung mehrerer Richtlinien sprach, darunter auch der Olympischen Satzung. Wegen wiederholter Verstöße des iranischen Verbandes ließ der IJF verlauten, „muss man davon ausgehen, dass der iranische Judoverband weiterhin gegen die Interessen, Prinzipien und Ziele des IJF verstoßen werde“. Erst im Mai hatten der Iran und der IJF eine Vereinbarung getroffen, dass das islamische Land nicht länger Wettbewerbe gegen Israelis boykottieren werde.

Saeid Mollaei lebt mittlerweile in Deutschland. Mehrere Medien berichten, er habe dort Asyl beantragt, was er allerdings gegenüber der iranischen Presse verneinte.

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Patrick Callahan

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