Zum ersten Mal: Israeli ist Weltmeister im Judo!

Im Halbfinale verweigerte ägyptischer Gegner den Händedruck.

Der israelische Judoka Sagi Muki ist Judo-Weltmeister und hat damit Geschichte geschrieben und seinem Land große Freude bereitet. Er ist der erste israelische Weltmeister im Judo überhaupt.

Auf seinem Weg ins Finale bei den Judo-Weltmeisterschaften in Tokio gewann Sagi Muki im Wettbewerb der Gewichtsklasse bis 81 Kilo fünf Kämpfe mit einem Ippon. Nur im Halbfinale gegen den Ägypter Mohammed Abdelaal gewann der Israeli nach Punkten. Nach dem Kampf weigerte sich der ägyptische Judoka, dem Sieger die Hand zu geben, was zeigt, wie die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber dem jüdischen Staat im ersten arabischen Land ist, das mit Israel Frieden geschlossen hatte.

In Finalkampf stand Sagi Muki dem Belgier Mattias Casse gegenüber, der sich eine Minute und 21 Sekunden vor Ende des Kampfes durch einen weiteren Ippon des Israelis geschlagen geben musste. Sofort danach brach Sagi Muki in Freudentränen aus.

Kurz danach stand er auf dem Siegerpodium und sang die israelische Nationalhymne Hatikva, die durch die Arena in Tokio hallte. Ein bewegender Augenblick.

 

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die Ministerin für Sport Miri Regev gratulierten Sagi Muki telefonisch für den großen Erfolg.

 

Auch Israels Staatspräsident Reuven Rivlin gratulierte Sagi Muki zu seinem großen Erfolg.

In genau einem Jahr finden in Tokio die olympischen Sommerspiele statt. Nach dem Gewinn des Welmeistertitels ist es klar, dass Sagi Muki ein ernster Anwärter auf eine Medaille sein wird.

Judo hat sich in Israel zu einer der populärsten Sportarten entwickelt, nachdem Jael Arad und Oren Smadga bei den olympischen Spielen 1992 erstmals Medaillen, Silber und Bronze, für Israel gewannen.

 

Kommentare: