Religion

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MitgliederAntinomisch-religiöse Juden

Der Begriff Antinomismus findet sich im christlichen Verständnis in Römer 10,4: „Denn mit Christus ist der Weg des Gesetzes zu Ende. Jetzt wird jeder, der an ihn glaubt, für gerecht erklärt“ (N.E.).

Auf dem Poster des Rabbi Schneerson steht "König Messias". Foto: Nati Shohat/Flash90

Hieraus wurde abgeleitet, dass man nur den moralischen Geboten des mosaischen Gesetzes verpflichtet sei, beispielsweise den Zehn Geboten. Im Judentum gibt es eine ähnliche Sichtweise, nämlich dass „die Gebote in der zukünftigen Welt aufgehoben werden“. Kontrovers ist dabei nicht das Konzept an sich, sondern die Bedeutung der „zukünftigen Welt“. Im allgemeinen Verständnis bezieht sich „zukünftige Welt“ auf das messianische Zeitalter.

Schabbtai Zvi, selbsternannter Messias im 17. Jahrhundert, praktizierte die antinomische Auffassung bis zum Äußersten. Als Zeichen seiner messianischen Rolle setzte Zvi die jüdischen Feier- und Fastentage außer Kraft. Auch hob er die Gebote bezüglich geschlechtlicher Beziehungen unter dem Vorwand auf, sie seien im messianischen Zeitalter nicht länger gültig.

In unserer Zeit kann man ein vergleichbares Phänomen bei der chassidisch-orthodoxen Bewegung der Chabad-Lubawitscher beobachten. Eine kleine Gruppe innerhalb Chabads glaubt, dass ihr verstorbener Rabbi Menachem Mendel Schneerson der Messias ist. Nach seinem Tod 1994 hielt diese kleine Gruppe an dem Glauben fest, dass Schneerson der Messias sei. Von dieser Gruppe spaltete sich eine wieder neue Gruppe ab, die „Elokyyim“ (die „Gottähnlichen“...

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Patrick Callahan

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