In den Niederlanden hat sich folgende Begebenheit zugetragen: Mieke Zagt, eine Verfechterin der Boykottaktion BDS sah ihr Einkaufserlebnis im Hema-Supermarkt getrübt. Da gab es israelischen Wein! Sie griff zum Handy und twitterte: „Hey, Hema, ihr verkauft Efrat-Wein made in Israel, von den Judäischen Bergen. Wie ist das möglich? Die Judäischen Berge sind besetztes Palästinensergebiet. Efrat ist eine illegale israelische Siedlung …”
Doch der Schuss ging nach hinten los. Das Bild mit dem Israelwein war in kürzester Zeit die Nummer 1 in den Twittertrends – und Israelweine im Hema-Markt bald ausverkauft. #tipvanMieke sollte Israel schaden, diente aber ungewollt der israelischen Wirtschaft. „Danke für den Tipp! Gleich mal zu Hema“, schrieb beispielsweise Sjoukje Dijkstra, Journalistin aus Utrecht. Tausende twitterten Bilder von sich und gerade erstandenen Efrat-Weinflaschen.
Gideon van der Sluis, ein holländisch-israelischer Wirtschaftsexperte, sowie etliche andere Fürsprecher Israels schalteten sich ein und diskutierten online mit Boykottunterstützern.
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