Knapp 70 Jahre sind vergangen und Israel tanzt noch immer auf derselben Stelle. Auf politischer Ebene ist Israel mit seinen Feinden keinen Schritt weitergekommen. Mit anderen Worten: Der Friedensprozess, wenn es ihn überhaupt gibt, läuft Vollgas im Leerlauf.
„Foxtrott“ ist ein eigentlich recht unscheinbarer Film, der neulich in den israelischen Kinos angelaufen ist. Und hätte Israels Kulturministerin nicht öffentlich Kritik an einer Szene geübt, hätten die meisten wahrscheinlich auch nie von diesem Film gehört, geschweige denn ihn gesehen. Dabei sticht dieser Film genau in jene Wunde unserer Gesellschaft, die wir seit 70 Jahren zu schließen versuchen.
Weder rechte noch linke Politik hat Israel im politischen Kreuzschritt vorangebracht. Es sind zahlreiche Schritte ohne Fortschritte. Die einen machen die Araber dafür verantwortlich, die anderen üben Selbstkritik. Der israelische Film mit dem Titel „Foxtrott“ hat sich genau dieser Thematik angenommen. Das mit dem Ophir Award für den besten Spielfilm preisgekrönte Werk von Shmuel Maoz hat insgesamt schon sieben Preise abgesahnt und ist damit automatisch Israels Kandidat für eine Nominierung als bester fremdsprachiger Film im Rahmen der nächsten Oscar-Verleihung (März...
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