In der Bergpredigt lehrt der Sohn Gottes seine Nachfolger das Vater Unser zu beten. Darunter auch folgende Worte: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“ (Matthäus6,12). Seine Jünger erkennen, dass sie Sünder sind, die Vergebung benötigen, daher strecken sie sich nach der himmlischen Gnade aus. Gleichzeitig versprechen sie, denen zu vergeben, die ihnen Verletzungen zugefügt haben. Einerseits also erbitten sich die Jünger Vergebung vom Vater und dem Sohn im Himmel, andererseits müssen sie aber auch denen auf Erden vergeben, die wider sie gesündigt haben.
Ohne Vergebung gegenüber anderen steht Vergebung nicht zur Verfügung. Dieser Grundsatz wird vom Herrn selbst klar und deutlich erklärt: „Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben.“ (Matth. 6,15) Es ist so, dass der Messias die Autorität und die „Macht hat, auf Er den Sünden zu vergeben“ (Matth. 9,15). Daher ist die Vergebung gegenüber anderen Menschen keine Option, sondern eine Pflicht, die uns der Sohn Gottes auferlegt. Anderen vergeben, ist ein lebenslanger Prozess, der...
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