Auch am heutigen Freitag soll es an der Grenze zum Gazastreifen wieder zu “Demonstrationen” kommen. Die Bewohner des Gazastreifens wurden aufgefordert, sich wieder massenweise dem Grenzzaun zu nähern. Die heutige Aktion hat den Namen “Protest der Gefangenen und Märtyrer” bekommen, anlässlich des palästinensischen “Tages der palästinensischen Gefangenen”, der in der vergangenen Woche begangen wurde. Eine Woche zuvor wurden Brandbomben mithilfe von Drachen über den Grenzzaun geflogen und hatten zu Teil zu Bränden auf den Feldern der anliegenden israelischen Kibbutzim geführt. Vor zwei Wochen wurden tausende Reifen verbrannt.
Für den heutigen Tag hat der Islamische Jihad ein Video veröffentlicht, in dem er die israelische Soldaten warnt. Es werden Scharfschützen des Jihad gezeigt, wie sie israelische Soldaten und Offiziere ins Visier nehmen. Am Ende des Video wird dann ein Text auf Arabisch und Hebräisch eingeblendet der sich an die israelischen Soldaten richtet: “Ihr tötet kaltblütig unser Volk und denkt, dass Ihr geschützt seid, während die Visiere unserer Scharfschützen auf Eure höchsten Befehlshaber gerichtet sind.”
Die israelische Armee hat heute früh Flugblätter über dem Gazastreifen abgelassen, in dem sie die Bürger davor warnt, an der Protestaktion teilzunehmen und sich dem Grenzzaun zu nähern.
Auf dem Flugblatt steht geschrieben: “Ihr nehmt an gewalttätigen Unruhen teil. Die Hamas benutzt Euch, um Terroranschläge auszuüben. Die israelische Armee ist auf jede Situation vorbereitet. Vermeidet es , Euch dem Grenzzaun zu nähern und ihn zu beschädigen. Benutzt keine Waffen, um mit Gewalt gegen israelische Sicherheitskräfte vorzugehen. Haltet Euch fern von Menschen, die Gewalt und Unruhen unterstützen. Die israelische Armee wird auf jeden Versuch, den Grenzzaun und Teile von ihm zu beschädigen, reagieren. Die Hamas nutzt Euch dazu aus, die eigenen Interessen der Organisation voranzutreiben. Führt nicht Anweisungen der Hamas aus, die Euer Leben in Gefahr bringen. Es gibt einen anderen Weg. Eure Zukunft liegt in Euren Händen.”





