Guten Morgen liebe Leser!
Eine neue Woche hat begonnen. Und was für eine Woche! Sie wissen sicherlich, warum. Richtig, es ist die Woche, in der wir den 70. Geburtstag des Staates Israel feiern werden. Überall hängen schon die Fahnen an den Straßenrändern, sogar die Bäume sind geschmückt worden. Über Straßenkreuzungen hängen Fahnenketten . Das ganze Land in blau, weiß, eine sehr festliche Atmosphäre. Doch bevor wir am Mittwoch Abend mit dem Feiern beginnen werden, gedenken wir einen Tag davor den gefallenen Soldaten und den Opfer der Terroranschläge. Die Zahl steigt leider von Jahr zu Jahr.
In den Zeitungen und auch in den anderen Medien werden die Geschichten der Opfer erzählt. Besonders traurig sind die Geschichten der Familien, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal im Kreis der Familien befinden, die einen Angehörigen verloren haben. Darunter sind zum Beispiel die Eltern des jungen Soldaten Ron Kukia, der am 30. November in Beersheva von einem Terroristen erstochen worden war (Artikel). Er war mit seinen 19 Jahren der jüngste in der Familie. Heute erscheint in der Zeitung Jediot Achronot ein Abschiedsbrief seiner drei Geschwister (links im folgenden Bild).

Am Freitag wurde veröffentlicht, dass im vergangenen Jahr 101 Menschen der Sicherheitskräfte ums Leben gekommen sind, 12 Zivilisten wurden bei Terroranschlägen getötet. 113 neue Familien, für die der Erinnerungstag nun eine ganz andere Bedeutung bekommen hat.
Am Wochenende wurde in den Medien fast ausschließlich von dem Angriff der USA, Großbritannien und Frankreich auf Ziele in Syrien gesprochen. Hier bei uns fragt man sich nun, ob es eine Reaktion darauf geben wird, wie auch auf den Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt der Iraner in der letzten Woche, für den Israel verantwortlich gemacht wurde. Wie wird so eine Reaktion aussehen? Experten sagten gestern, dass die Hisbollah in der Lage wäre, Terroristen über die Grenze zu schicken, was viel gefährlicher sein könne als ein Raketenangriff. Israel muss an all seinen Grenzen nun in höchster Alarmbereitschaft sein. Und das in der Woche des 70. Unabhängigkeitstag. Auch nach 70 Jahren muss Israel noch immer füe sein Recht auf Existenz kämpfen.
Aber glauben Sie nicht, dass uns das jetzt davon abhalten wird, den Geburtstag unseres Landes ausgiebig zu feiern. Ganz im Gegenteil, wir werden feiern, und wie. Es wird eine ganz besondere Feier werden, darauf können Sie sich verlassen. Und das Wetter spielt dabei auch richtig gut mit. Heute früh war es schon recht angenehm, sonnig und um die 15 Grad, gegen Mittag werden hier in Jerusalem dann 25 Grad erwartet mit einem strahlend blauen Himmel. Mitte der Woche wird es dann wieder so richtig warm, ein neuer Sharav ist auf dem Weg.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.395 m unter dem Meeresspiegel.
Ich hoffe, dass wir eine ruhige Woche bekommen werden. Und auch Ihnen wünsche ich einen angenehmen und friedlichen Sonntag, machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




