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Israel Heute Morgen

Auch heute ist es relativ warm, wenn man bedenkt, dass wir schon den 19. Dezember haben. Der Wasserpegel des See Genezareth ist auf dem tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt. Ein gestern veröffentlichtes Video, in dem zu sehen ist, wie junge Araberinnen vor laufender Kamera zwei Soldaten schlagen und mit Füssen treten, um sie zu provozieren, ist heute das Gesprächsthema Nummer 1 bei uns, wie uns der Blick auf die Titelseiten zeigt.

Guten Morgen liebe Leser!

Auch heute ist es relativ warm, wenn man bedenkt, dass wir schon den 19. Dezember haben. Und in den nächsten Tagen soll es sogar noch wärmer werden. Abends und am frühen morgen ist es allerdings etwas frischer, ich mag diese frische Luft und hoffe, dass wir vielleicht doch noch einen anständigen Winter bekommen werden, auch wenn die Aussichten darauf nicht die besten sind. Es wird ein weiteres Trockenjahr befürchtet.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Meist bewölkt mit für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohen Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 22 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 27 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.39 m unter dem Meeresspiegel.

Jeden Tag sinkt der Wasserpegel des See Genezareth noch ein wenig, längst hätte er ansteigen müssen. Gestern las ich in der Zeitung, dass, wenn es so weiter geht, bald das Wasser für die Landwirtschaft rationiert werden müsse. Sollte sich die Lage nicht verbessern, werde es in einem Jahr auch an Trinkwasser fehlen, trotz der Meerwasserentsalzungsanlagen. Einige Quellen um den See seien bereits völlig ausgetrocknet. Der Wasserpegel ist auf dem tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt. Vor vier Jahren, als wir hier in Jerusalem den großen Schnee hatten, lag der Wasserpegel bei -211.30 m, heute ist er mehr als vier Meter niedriger. Nicht gut.

Und was bringen uns die heutigen Zeitungen? Jede Zeitung hat heute ein anderes Hauptthema gewählt, das die Hälfte der Titelseite einnimmt.

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Die Zeitung Maariv befasst sich vornehmlich mit dem amerikanischen Veto bei der Abstimmung im Weltsicherheitsrat, die die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA für ungültig erklären sollte. Es war klar, dass die Amerikaner hier von ihrem Vetorecht Gebrauch machen würden. ”Amerikanische Rückendeckung: Die Entscheidung gegen die Anerkennung Jerusalems wurde verhindert”, lautet die Überschrift, daneben das Foto der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, die hier bei uns in Israel sehr geliebt wird. Darunter dann eine Schlagzeile, die bereits gestern Abend für Aufsehen gesorgt hatte. ”Stolz der Kämpfer – Schande für die Politiker”. Dabei werden zwei Fotos von einem gestern veröffentlichen Video gezeigt, in dem zu sehen ist, wie junge Araberinnen vor der laufenden Kamera zwei Soldaten schlagen und mit Füssen treten, um sie zu provozieren. Die Soldaten spielten da allerdings nicht mit und hielten sich zurück. Mehr darüber später bei unseren Meldungen. Unten rechts dann noch ein Foto der Mitarbeiter des Konzerns Teva, die sich in dem Werk in Jerusalem verbarrikadiert haben und dort gemeinsam die siebte Kerze von Chanuka anzündeten. ”Heute: Entscheidendes Treffen zwischen Vertretern von Teva und der Regierung”. Heute werden sich Ministerpräsident Netanjahu, Finanzminister Kachlon und Arbeits- und Wirtschaftsminister Cohen mit dem Direktor von Teva treffen, um gemeinsam eine Lösung zu finden, um so viele Mitarbeiter wie möglich vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes zu bewahren.

Die Zeitung Jediot Achronot widmet fast die ganze Titelseite dem gestern veröffentlichen Video mit den arabischen Mädchen, die versuchten, zwei Soldat durch Ohrfeigen und Fußtritte zu provozieren. ”Die Kraft des Zurückhaltens”, lautet hier die Überschrift. Das Video zeige die unmögliche Situation in den sogenannten Gebieten. Die jungen Araberinnen, eine von ihnen eine schon seit Jahren bekannte junge, sehr junge Aktivistin, die schon mehrmals Soldaten vor laufender Kamera angeschrien, geschlagen und sogar gebissen hatte. Das Video können Sie später in unserer getrennten Meldung über den Vorfall sehen. Unten dann nich eine sehr traurige Schkagzeile. ”Die Chanukia verbrannte alles”. In Brooklyn in New York kam es gestern zu einer Tragödie. Eine Mutter und drei Konder wurden bei einem Wohnungsbrand, der durch einen brennenden Chanuka-Leuchter ausgelöst worden war, getötet. Der Vater und zwei weitere Kinder wurden schwer verletzt, als sie aus dem Fenster sprangen, um sich vor den Flammen zu retten. Tragisch.

Die Zeitung Israel Hayom sieht so aus, als stamme sie von einem völlig anderen Tag. Sie beginnt mit der Meldung über den ehemaligen US-Präsidenten Obama. ”Das wirkliche Vermächtnis Obamas: Zynismus und unmoralische Politik”. Hierbei geht es um die Veröffentlichung einer Meldung, wonach der ehemalige amerikanische Präsident eine Operation gegen die Hisbollah gestoppt hatte, nur um den Deal mit dem Iran nicht zu gefährden. Damit hätte Obama die rote Linie überschritten, schreibt die Zeitung. Die Hauptschlagzeile befasst sich mit einer Aussage von US-Präsident Donald Trump. ”Die Lehre Trumps: Der Terror ist das Problem – und nicht Israel”. Der Präsident hatte gestern sein Programm füe die nationale Sicherheit präsentiert. Auch wird erwähnt, dass US-Vizepräsident Pence heute in Jerusalem erwartet wird. Doch dieser hat seinen Besuch wegen einer wichrigen Abstimmung in ongress auf Mitte Januar verschoben. Am Eingang zu Jerusalem höngen allerdings schon die amerikanischen Fahnen. Die wird man dort wohl erst mal lassen, auch als Zeichen des Dankes an die USA für ihre Freundschaft mit Israel. Unten gibt es dann noch ein Foto von einer israelischen Offizierin der Armee, die als erste Soldatin die Verantwortung für die Sicherheit im Grenzgebiet zu Ägypten erhalten hat. Sie ist verantwortlich für die Verbindung zwischen der Armee und den zivilen Einrichtungen wie die Polizei und den Landkreisen. Es handelt sich um einen Posten mit sehr viel Verantwortung. ”Sie steigt auf zum Schutz”, lautet die Übersetzung der Überschrift. Die 23-jährige Offizierin sei es bereits gewohnt, immer die erste in einer Position zu sein. Schon immer wollte sie einen bedeutenden Dienst in der Armee leisten. Viel Erfolg!

Das war wieder unser täglicher Blick auf die Titelseiten der Zeitungen. Ich hoffe, wir werden einen friedlichen Tag haben. Gestern zündeten wir die siebte Kerze von Chanuka, dem Lichterfest, an.

Das Rathaus von Tel Aviv verwandelte sich gestern zu einem riesigen Chanuka-Leuchter (Foto: Miriam AlsterFlash90)

Und jetzt w+ünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen DIenstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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