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Wie geht es eigentlich den Christen in Bethlehem?

Pünktlich zu Weihnachten erwacht wie jedes Jahr in den Weltmedien das Interesse an Bethlehem. Die Geburtsstadt Jesu wird für kurze Zeit relevant. Palästinensische Kirchenführer nutzen zu Weihnachten die Gelegenheit, Israel mit Kritik zu bescheren.

Pünktlich zu Weihnachten erwacht wie jedes Jahr in den Weltmedien das Interesse an Bethlehem. Die Geburtsstadt Jesu wird für kurze Zeit relevant. Tausende Christen aus aller Welt kommen über die Feiertage in die kleine Stadt südlich von Jerusalem. Palästinensische Kirchenführer nutzen zu Weihnachten die Gelegenheit, Israel mit Kritik zu bescheren. Israel wird dann stets für das Leid der palästinensischen Christen verantwortlich gemacht. Dass aber palästinensische Christen unter moslemischen Nachbarn leiden, kommt in keiner Weihnachtspredigt vor. Kritik an den Moslems ist für palästinensische Christen zu riskant. Ich unterhalte mich oft mit Christen aus Bethlehem und Umgebung. Ich kenne ihre Klagen über ihre moslemischen Nachbarn aus erster Hand. In der Welt lässt sich ihr Leid leichter vermarkten als Israels biblische Verheißung, in genau diesem Land zu leben.

Iskander Khoury (45) ist Vater von drei Kindern. Der Schuldirektor beim katholischen Holy Child-Programm in Beit Tzahour bestätigt Israel Heute gegenüber, dass das Leben in Bethlehem in letzter Zeit ruhiger geworden sei. „Auch wenn ab und zu israelische Soldaten nächtliche Aktionen in Bethlehem durchführen, kann ich doch sagen, dass es besser wird.“ In seiner Schule werden 35 christliche und moslemische Kinder medizinisch behandelt. „Eines unserer Kinder lebt sogar mit einer jüdischen Spenderniere“, sagt der griechisch-orthodoxe Christ nicht ohne Stolz. Auch wenn palästinensische Christen, besonders die der jungen Generation, Bethlehem verlassen, bleibt er doch in seiner Heimat. „Junge Christen verlassen Bethlehem, weil sie hier keine Zukunft sehen…“

Iskander berichtet von Spannungen zwischen Moslems und Christen: „Mächtige Moslemfamilien nehmen christlichen Palästinenserfamilien das Land. Es ist nicht leicht.“ Die besten Jahre in Bethlehem waren seiner Meinung nach die 1970er und 80er. „Wir lebten in Freiheit. Wir fühlten uns sicher. Diese Freiheit kennt die neue Generation nicht, weder unsere, noch eure Kinder…

Bild: Yacoub Shaheen, ein Christ aus Bethlehem, gewann im Februar den TV-Gesangswettbewerb „Arab Idol“ und wurde in seiner Heimatstadt begeistert empfangen (Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90)

Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen Januar-Ausgabe von Israel Heute!

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Patrick Callahan

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