Während ich diese Zeilen schreibe, feiern wir in Israel Rosch Haschana. Das neue jüdische Jahr hat gerade begonnen. Bei uns zu Hause sieht es allerdings weniger feierlich aus als sonst. Überall stehen Umzugskartons. Nach vielen Jahren verlassen wir unsere alte Wohnung in Modi’in und ziehen in eine neue. Nur wenige Kilometer liegen zwischen den beiden Wohnungen – und trotzdem fühlt es sich nach einem richtigen Neuanfang an.
Wenn Rosch Haschana hinter uns liegt, beginnt für uns der Umzug. Er fällt damit genau in die Tage zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur – in eine Zeit, in der wir zurückblicken, nachdenken und gleichzeitig nach vorne schauen.
Ich bin kein religiöser Mensch. Aber solche Momente bringen auch mich zum Nachdenken.
Beim Umzug stellt sich die Frage nach dem Alten und dem Neuen ganz praktisch. Was brauchen wir noch? Was hat sich über die Jahre angesammelt? Was kommt mit in die neue Wohnung und wovon können wir uns endlich trennen?
Vielleicht ist es mit einem neuen Jahr gar nicht so anders.
Während wir zu Hause Kartons...
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