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MitgliederDie Bedrohung, die Israel aus Erschöpfung nicht wahrnehmen will

Eine Gesellschaft, die die türkische Gefahr erkennt, kann derzeit nicht die Kraft aufbringen, sich ihr zu stellen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hält am 28. Oktober 2023 auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul, Türkei, eine Rede während einer pro-palästinensischen Kundgebung. Foto: EPA-EFE/ERDEM SAHIN

(JNS) Der 36. NATO-Gipfel fand vom 7. bis 8. Juli in Ankara statt – zum ersten Mal seit 22 Jahren war die Türkei Gastgeber des Bündnisses auf eigenem Boden. An dem Gipfel nahmen 32 Staats- und Regierungschefs teil, und es wurden neue Verteidigungsverträge im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar unterzeichnet. Zu den Gästen zählte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Gastgeber war der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Für einen Staat, der die schärfste antiisraelische Rhetorik in der Region vertritt, ist dies ein Moment höchster Legitimität seit Jahren.

Israel hat kaum Notiz davon genommen. Nach drei Jahren Krieg ist das Land erschöpft, und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gilt anderen Themen: der ungelösten Situation in Gaza, den Lebenshaltungskosten, der innenpolitischen Spaltung. Die Türkei ist in den Hintergrund gerückt. Und hier tut sich eine Lücke auf, die klar benannt werden sollte: Die israelische Gesellschaft sieht die türkische Bedrohung – und findet nicht die Kraft, darauf zu reagieren.

Das ist keine Vermutung. Genau das zeigen zwei Umfragen...

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Patrick Callahan

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