Am vergangenen Wochenende wurde in Mekka ein Abkommen unterzeichnet, das die Kräfteverhältnisse im Nahen Osten verändern könnte: der „Gemeinsame Verteidigungspakt von Mekka“ zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan. Dem Abkommen zufolge gilt ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle – ein Prinzip, das ausdrücklich an Artikel 5 des NATO-Vertrags erinnert. Der türkische Außenminister Hakan Fidan bestätigte diese Ähnlichkeit und fügte hinzu, dass auch Kairo der Allianz in naher Zukunft beitreten könnte, „nachdem technische Fragen geklärt worden sind“.
Das Abkommen erweitert faktisch einen bereits bestehenden gegenseitigen Verteidigungspakt zwischen Saudi-Arabien und Pakistan, der im September vergangenen Jahres geschlossen wurde. Nun kommt die Türkei hinzu – mit der zweitgrößten Armee der NATO und einer wachsenden Rüstungsindustrie. Zusammen ergibt sich eine ungewöhnliche Kombination: Saudi-Arabien mit seinem Kapital und Öl, Pakistan mit seinen nuklearen Fähigkeiten und seiner militärischen Stärke zu Lande und die Türkei mit ihrer Technologie, ihren modernen Drohnen und ihren regionalen Ambitionen. Keine Allianz „gegen Israel“ – aber auch nicht neutral
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