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USA setzen Angriffe auf iranische Küstenziele fort

Washington greift am vierten Tag in Folge militärische Einrichtungen entlang der Straße von Hormus an und erhöht den Druck auf Teheran.

Iran
Ein US-Flugzeugträgerverband der Marine operiert während der laufenden Militäroperation gegen iranische Ziele im Nahen Osten. Die Vereinigten Staaten setzen ihre Angriffe auf militärische Einrichtungen des iranischen Regimes entlang der Straße von Hormus fort. Foto: U.S. Central Command (CENTCOM).

Die Vereinigten Staaten haben ihre Luft- und Seeschläge gegen iranische Militärziele am Dienstagabend (Ortszeit) mit einer weiteren Angriffswelle fortgesetzt. Nach Angaben des US Central Command (CENTCOM) wurden Dutzende militärische Ziele entlang der iranischen Küste und in der Nähe der Straße von Hormus angegriffen. Ziel der Operation sei es, Irans Fähigkeit weiter einzuschränken, den internationalen Schiffsverkehr anzugreifen und zu bedrohen.

Nach Angaben von CENTCOM kamen Kampfflugzeuge, bewaffnete Drohnen und Kriegsschiffe zum Einsatz. Während der rund siebenstündigen Operation wurden Raketen- und Drohnenstellungen, Einrichtungen der Küstenverteidigung sowie weitere militärische Fähigkeiten der iranischen Streitkräfte und der Revolutionsgarden mit Präzisionsmunition angegriffen.

Es handelt sich um den vierten aufeinanderfolgenden Tag amerikanischer Angriffe auf iranische Militärziele. Die USA hatten ihre Operation begonnen, nachdem Iran erneut Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen hatte. Washington wirft Teheran vor, gegen die zuvor vereinbarten Absprachen verstoßen und die Sicherheit einer der wichtigsten internationalen Schifffahrtsrouten gefährdet zu haben.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Vereinigten Staaten mehrere Angriffswellen geflogen. Nach Angaben des US-Militärs wurden zunächst mehr als 80 militärische Ziele zerstört, darunter Luftabwehrsysteme, Kommando- und Kontrollzentren, Küstenradaranlagen, Anti-Schiffs-Raketen sowie mehr als 60 Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden. In den folgenden Angriffswellen kamen weitere militärische Einrichtungen hinzu, darunter Raketenstellungen, Drohnenkapazitäten und zusätzliche Küstenverteidigungssysteme.


US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Montag angekündigt, der militärische Druck auf Iran werde fortgesetzt. Zugleich machte er deutlich, dass weitere Angriffe möglich seien, falls Teheran nicht zu Verhandlungen zurückkehre und seine Angriffe auf die internationale Schifffahrt einstelle.

Die iranische Führung reagierte mit scharfen Drohungen. Vertreter der Revolutionsgarden erklärten, sämtliche Energieexporte aus der Region könnten gestoppt werden, falls iranische Ölexporte weiterhin behindert würden. Gleichzeitig kündigte Teheran an, seine Maßnahmen gegen die Schifffahrt fortzusetzen.

Die jüngste Angriffswelle unterstreicht, dass Washington seine Militärstrategie derzeit konsequent fortsetzt. Während die USA erklären, mit den Schlägen ausschließlich die militärischen Fähigkeiten Irans zur Bedrohung der internationalen Schifffahrt schwächen zu wollen, zeigt Teheran bislang keine Bereitschaft zum Einlenken. Damit bleibt eine weitere Eskalation der Auseinandersetzung wahrscheinlich.

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Patrick Callahan

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