Die Ankündigung des US-Außenministeriums, die „Waffenruhe“ zwischen Israel und dem Libanon um weitere 45 Tage zu verlängern, verdeutlicht erneut die tiefe Diskrepanz zwischen diplomatischer Ebene und der Realität vor Ort: Während in Washington von diplomatischen Fortschritten und neuen Koordinierungsmechanismen die Rede ist, dauern an der Nordfront die intensiven Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah an.
Nach Angaben der amerikanischen Regierung erfolgte die Verlängerung nach einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den Parteien. Parallel dazu soll im Pentagon ein „Sicherheitskanal“ eingerichtet werden, der direktere militärische Kontakte zwischen israelischen und libanesischen Vertretern vorsieht, um die militärische Koordination zwischen beiden Staaten zu verbessern. Tatsächlich jedoch setzt sich der Kriegsalltag fort – mit Drohnenangriffen, Luftschlägen der israelischen Luftwaffe und nahezu täglichen offensiven Aktionen der Hisbollah.
Aus diplomatischer Sicht spiegelt der amerikanische Schritt den Versuch wider, schrittweise einen Rahmen für Stabilität zu schaffen – auch wenn dieser nicht vollständig durchgesetzt wird. Dass die Mitteilung an die israelische Öffentlichkeit...
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