Naher Osten

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Netanjahu besuchte die VAE heimlich mitten im Krieg – Abu Dhabi dementiert

Auf dem Höhepunkt der Operation Brüllender Löwe flog Netanjahu heimlich in die VAE – nur 250 Kilometer vom Iran entfernt. Israelisch-emiratische Kriegskooperation auf höchster Ebene, jetzt erstmals bestätigt.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nimmt am 21. April 2026 auf dem Militärfriedhof am Herzlberg in Jerusalem an einer staatlichen Gedenkfeier für Terroropfer teil, die im Rahmen des Gedenktags stattfindet, an dem der gefallenen israelischen Soldaten und der Terroropfer gedacht wird. Foto: Dor Pazuelo/Flash90
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nimmt am 21. April 2026 auf dem Militärfriedhof am Herzlberg in Jerusalem an einer staatlichen Gedenkfeier für Terroropfer teil, die im Rahmen des Gedenktags stattfindet, an dem der gefallenen israelischen Soldaten und der Terroropfer gedacht wird. Foto: Dor Pazuelo/Flash90

Während Israel und die USA den Iran bombardierten, reiste Premierminister Benjamin Netanjahu zu einem geheimen Blitzbesuch in die Vereinigten Arabischen Emirate – nur rund 250 Kilometer von iranischem Territorium entfernt. Das Premierministerium bestätigte den Besuch am Mittwochabend und sprach von einem „historischen Durchbruch“ in den Beziehungen der beiden Länder. Die VAE dementierten den Bericht prompt.

 

Netanjahu bei MBZ – nur wenige Vertraute wussten davon

Das Büro des Premierministers bestätigte auf X, dass Netanjahu auf dem Höhepunkt der Operation Brüllender Löwe einen geheimen Besuch in den VAE absolviert und sich dort mit VAE-Präsident Sheikh Mohammed bin Zayed getroffen hatte. Der Besuch habe zu einem historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den VAE geführt.

Laut Israel Hayom wussten nur wenige Personen aus Netanjahus engstem Vertrauenskreis von dem Besuch – wegen des hohen Sicherheitsrisikos, das eine Reise so nah an den Iran mitten im Krieg und für nur wenige Stunden darstellte. Ein emiratischer Insider sagte gegenüber Israel Hayom: „Bibi kam hierher, weil er zeigen wollte, dass er seine Verbündeten nicht im Stich lässt.“

Die Enthüllung fügt dem bereits bekannten Bild der israelisch-emiratischen Kriegskooperation eine neue Dimension hinzu. Bisher war nur die taktische Koordination auf Geheimdienstebene bekannt – zwischen Mossad-Chef David Barnea und Shin-Bet-Chef David Zini, die ebenfalls heimlich in die VAE gereist waren. Nun zeigt sich, dass auch Netanjahu persönlich den Weg nach Abu Dhabi angetreten hat.

 

VAE: „Unsere Beziehungen basieren nicht auf Heimlichtuerei“

Das VAE-Außenministerium reagierte noch am Mittwochabend mit einem Dementi über die Staatsagentur WAM: „Die Beziehungen der VAE zu Israel sind öffentlich und wurden im Rahmen der bekannten und öffentlich erklärten Abraham-Abkommen etabliert. Diese Beziehungen basieren nicht auf Geheimhaltung oder heimlichen Absprachen.“ Jegliche Behauptungen über nicht offengelegte Besuche oder Absprachen seien haltlos, sofern sie nicht von offiziellen VAE-Stellen bestätigt worden seien.

Der Widerspruch zwischen israelischer Bestätigung und emiratischem Dementi ist politisch aufschlussreich. Abu Dhabi will die Normalisierung mit Israel als transparentes, öffentliches Projekt darstellen – und lehnt es ab, in den Verdacht zu geraten, mit Jerusalem hinter verschlossenen Türen zu paktieren. Gleichzeitig machen die israelischen Enthüllungen deutlich, wie weit die Zusammenarbeit tatsächlich gereicht hat: Iron Dome-Batterien, gemeinsame Geheimdienstoperationen, abgestimmte Angriffe auf den Iran – und offenbar auch ein Premierminister, der mitten im Krieg persönlich nach Abu Dhabi flog, um seinem Verbündeten den Rücken zu stärken.

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Patrick Callahan

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