(JNS) Der Iran weigert sich, Gespräche mit den Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen, solange diese ihre Blockade der Straße von Hormus aufrechterhalten, erklärten hochrangige iranische Vertreter am Sonntag.
Der iranische Präsident Masoud Peseschkian sagte in einem Telefonat mit Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif, die USA „müssten zunächst operative Hindernisse beseitigen, darunter die Blockade“, als Voraussetzung für eine „Lösung der Probleme“.
Die US-Marine hat seit dem 13. April, dem Tag, an dem ihre Blockade iranischer Häfen in Kraft trat, 37 Schiffe umgeleitet. Am Samstag stoppte ein Hubschrauber der US-Marine vom Lenkwaffenzerstörer USS Pinckney die M/V Sevan im Arabischen Meer. Der unter panamaischer Flagge fahrende Flüssiggas-Tanker (LPG) gehört zu 19 Schiffen einer sogenannten „Schattenflotte“, die vom US-Finanzministerium sanktioniert wurden, teilte das US-Zentralkommando mit.
Peseschkian bezeichnete die amerikanischen maritimen Beschränkungen gegen Iran als „klaren Verstoß gegen die Waffenstillstandsvereinbarungen“. Solche Maßnahmen sowie eine „drohende Rhetorik“ der US-Regierung hätten die Zweifel Irans an der Verpflichtung Amerikas zum diplomatischen Prozess verstärkt, berichtete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Die USA verhängten ihre Blockade als Reaktion auf Irans eigene Blockade der Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump erklärte am 13. April: „Wir können nicht zulassen, dass ein Land die Welt erpresst, denn genau das tun sie.“ Die Blockade solle Teheran an den Verhandlungstisch bringen.
Iran erklärte, seine Blockade nicht aufheben zu wollen, solange die amerikanische Blockade bestehen bleibt. Am 22. April eröffnete Iran im Seegebiet das Feuer auf drei Schiffe. Die Angriffe seien laut iranischen Medien von den Islamischen Revolutionsgarden ausgeführt worden, berichtete AP.
Am Sonntag traf sich Irans Außenminister Abbas Araghchi mit dem Sultan von Oman, Haitham bin Tariq. Dabei wurden die Sicherheitslage in der Straße von Hormus sowie die ins Stocken geratenen Gespräche zwischen den USA und Teheran erörtert.
Vor seinem Besuch in Oman hatte Araghchi Gespräche mit der pakistanischen Führung in Islamabad geführt. Er reiste jedoch am Samstag ab, ohne – wie erwartet – die US-Delegation zu treffen.
Kurz darauf sagte Trump die Pakistan-Reise der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ab, nachdem Araghchi das Land bereits verlassen hatte.
Zur Begründung erklärte Trump, es herrsche Verwirrung in der iranischen Führung. „Niemand weiß, wer das Sagen hat – nicht einmal sie selbst. … Es gibt enorme interne Machtkämpfe und Verwirrung innerhalb ihrer ‚Führung‘“, schrieb er am Samstag auf Truth Social.
Ebenfalls am Samstag sagte Trump gegenüber Medien über die iranischen Verhandlungspositionen: „Sie haben uns ein Papier gegeben, das besser hätte sein sollen, und – interessanterweise – unmittelbar nachdem ich es [die Gespräche] abgesagt hatte, bekamen wir innerhalb von zehn Minuten ein neues Papier, das deutlich besser war.“
Am Sonntag kehrte Araghchi nach seinem Besuch in Oman nach Islamabad zurück. Es wird erwartet, dass er erneut mit der pakistanischen Führung zusammentrifft.





Die Iraner werden zeitnah einlenken.