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MitgliederOrbans Niederlage – ein Warnsignal für Netanjahu

Manchmal kommen politische Warnungen nicht aus den eigenen Reihen, sondern aus dem Ausland.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (rechts) und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Jerusalem (2018). Die politische Entwicklung in Ungarn gilt vielen als möglicher Vergleich für Israel. Archivbild: Marc Israel Sellem/POOL

Die Niederlage von Viktor Orban ist mehr als ein nationales Ereignis. Sie ist ein Signal. Ein Signal dafür, wie schnell ein scheinbar stabiles Machtgefüge ins Wanken geraten kann, wenn Realität und Selbstbild auseinanderdriften. Für Benjamin Netanjahu liegt darin eine unbequeme Botschaft: Wer sich zu sehr auf wohlgesonnene Stimmen, eigene Narrative und günstige Prognosen verlässt, riskiert, den Moment zu verpassen, in dem sich das politische Fundament bereits verschoben hat. Was in Ungarn geschehen ist, könnte auch in Israel zur Blaupause werden – nicht als Gewissheit, aber als ernstzunehmende Möglichkeit. Israels nächste Wahlen finden im November 2026 statt, also in acht Monaten.

Die Niederlage von Viktor Orban erschüttert ein ganzes Herrschaftsmodell und wirft zugleich Fragen für Israels Premierminister Benjamin Netanjahu auf. Jahrelang galt Orban als nahezu unbesiegbar. Er perfektionierte ein System, das die äußere Form der Demokratie bewahrt, ihren inneren Kern jedoch systematisch aushöhlt. Wahlen fanden statt, Opposition existierte, doch Institutionen, Justiz und Medien wurden so angepasst, dass die Regierung kaum noch angreifbar war....

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Orbans Niederlage – ein Warnsignal für Netanjahu”

  1. Andrew Manner sagt:

    Dem Orban weint bald keiner mehr eine Träne nach – genauso wie Trump und Bibi.
    Die sollen ihren Job mit dem Iran erledigen, um dann auch abgewählt zu werden…
    So ist nun einmal der Lauf in demokratischen Ländern. Ein Regierungswechsel alle 4-5 Jahre sorgt für frischen Wind!

  2. Roland Kunz sagt:

    @ Andrew Manner:
    Das ist sehr oberflächlich gedacht. Orban war innerhalb der EU einer, der noch die dringend notwendige Opposition gewagt hat gegen die Klicke von Uschi voll der Leiden. Die Linke, die sich überall einnistet nach dem Motto der 68er, hat Wort gehalten und den Marsch durch die Institutionen erfolgreich absolviert, und dringt weiter in jede Ritze der Gesellschaft vor. Wer’s noch nicht begriffen hat, wird’s schmerzlich erfahren, wenn uns in Kürze die Sache um die Ohren fliegt. Vielleicht ist der Wind dann eher zu frisch. Aber Hauptsache die Kapelle der Titanic spielt für die Leichtgläubigen zum Tanz auf.

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