(JNS) Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstag vor Reportern, er bleibe skeptisch hinsichtlich der Aussichten auf ein neues Iran-Abkommen, als er Washington nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump verließ.
Auf dem Rollfeld der Andrews Air Force Base nahe dem US-Kapitol bezeichnete Netanjahu seinen siebten Besuch während Trumps zweiter Amtszeit als „kurz, aber wichtig“.
Der Ministerpräsident erklärte, er habe ein „ausgezeichnetes Gespräch“ mit Trump geführt und betonte die „enge, aufrichtige und offene Beziehung“ zwischen den beiden Staatschefs.
Netanjahu zufolge konzentrierten sich die Gespräche im Weißen Haus vor allem auf die laufenden Nuklearverhandlungen mit dem islamischen Regime.
Er sagte, Trump glaube, die Iraner „verstehen bereits, mit wem sie es zu tun haben“, und der Präsident meine, seine Vorbedingungen – kombiniert mit Irans „Einsicht, dass sie beim letzten Mal einen Fehler gemacht haben“, als sie kein Abkommen erzielten – könnten zu einem „guten“ Deal führen.
Am 9. Juni 2025 wies Teheran einen US-Vorschlag für ein erneuertes Atomabkommen zurück. Vier Tage später startete Israel eine umfassende Luftkampagne gegen iranische Nuklearanlagen und militärische Infrastruktur. Auch das US-Militär führte während des Zwölftagekriegs Angriffe auf iranische Atomanlagen durch.
Netanjahu sagte am Donnerstag, er habe bei seinen Treffen mit ranghohen US-Vertretern in dieser Woche „meine grundsätzliche Skepsis hinsichtlich der Möglichkeit, irgendeine Vereinbarung mit dem Iran zu erreichen, nicht verheimlicht“.
Der israelische Regierungschef betonte, ein mögliches Abkommen müsse nicht nur das Atomprogramm des Regimes, sondern auch die beschleunigte Entwicklung ballistischer Raketen sowie die Unterstützung des regionalen Terrorismus berücksichtigen.
„Wenn ein Abkommen zustande kommt, muss es die Elemente enthalten, die für uns, für den Staat Israel, und meiner Ansicht nach auch für die gesamte internationale Gemeinschaft wichtig sind. Nicht nur die nukleare Frage, sondern auch die ballistischen Raketen und Irans regionale Stellvertreter“, erklärte Netanjahu.
„Wir werden sehen müssen“
Die beiden Staatschefs hätten zudem über Gaza und weitere regionale Themen gesprochen, fügte der Ministerpräsident hinzu. Abschließend bezeichnete er Trump als „einen großen Freund des Staates Israel – einen Präsidenten wie keinen anderen“.
Trump und Netanjahu trafen sich am Mittwoch rund zweieinhalb Stunden im Weißen Haus.
Trump erklärte, das Treffen sei ergebnisoffen verlaufen, und seine Regierung werde die indirekten Gespräche mit der Islamischen Republik im Oman fortsetzen.
„Es wurde nichts Endgültiges beschlossen, außer dass ich darauf bestanden habe, die Verhandlungen mit dem Iran fortzusetzen, um zu sehen, ob ein Abkommen zustande kommen kann“, schrieb der Präsident in einem Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social.
„Wenn es möglich ist, werde ich dem Ministerpräsidenten mitteilen, dass dies meine Präferenz wäre“, so Trump. „Wenn nicht, werden wir sehen müssen, wie das Ergebnis aussehen wird.“
Die Äußerungen fielen, nachdem Trump bestätigt hatte, dass er erwäge, eine zweite Flugzeugträgerkampfgruppe in den Nahen Osten zu entsenden, um sich auf mögliche militärische Maßnahmen vorzubereiten, falls die Gespräche mit Teheran scheitern.
Bereits am Dienstag hatte Trump sich optimistisch über die Diplomatie geäußert und gegenüber Axios erklärt, das Regime wolle „sehr dringend“ ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten schließen, nachdem er während des Zwölftagekriegs ihre Nuklearanlagen angegriffen habe.
Trump sagte, es sei „selbstverständlich“, dass ein Abkommen Teherans Atomprogramm abdecken müsse; er halte es jedoch auch für möglich, die Frage der ballistischen Raketen einzubeziehen. „Wir können ein großartiges Abkommen mit dem Iran schließen“, erklärte er.





Mit dem Iran kann man aktuell nicht verhandeln, denn der Terror ist bei diesem Regime Staatsräson.
Genauso wie sich die Hamas durch Verhandlungen nicht entwaffnet und damit selbst abschafft, genauso wird auch das aktuelle Regime im Iran nicht Platz für etwas Neues machen, womit die Mehrheit der Iraner einverstanden sind.
Diese Leute wissen alle, dass es gerade um ihre Existenz geht, denn der Terror wird auf Erden endgültig ausgerottet. Da haben sie aus ihrer Perspektive keine andere Wahl als sich zu wehren, auch wenn es ihnen am Ende nichts nützt, weil ihr Untergang beschlossene Sache ist. Dieses Bewusstsein ist dabei, sich unter den am Terror beteiligten Staaten und Gruppierungen zu verbreiten. Ihre Rhetorik ist schon deutlich verhaltener geworden, bald werden sie ganz verstummt sein und niemand wird sie vermissen.