Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat klar gestellt, dass weder türkische noch katarische Soldaten im Rahmen der zweiten Phase des Friedens- und Wiederaufbauplans in den Gazastreifen entsandt werden.
In einer Debatte in der Knesset betonte Netanjahu, dass Israel mit den USA über die Zusammensetzung des internationalen Gremiums zum Gazawiederaufbau uneins sei. Er sagte: „Türkische Soldaten oder katarische Soldaten werden nicht im Gazastreifen sein.“ Das gelte auch im Zusammenhang mit dem geplanten „Board of Peace“ und dem Exekutivgremium, das internationale Aufsicht über die Umsetzung des Plans haben soll.
Netanjahu stellte klar, dass die zweite Phase des Plans aus seiner Sicht lediglich ein Ziel habe: „Hamas wird entwaffnet, und Gaza wird demilitarisiert.“ Er sagte weiter: „Wir halten an diesen Zielen fest, und sie werden erreicht, entweder auf einfache oder auf harte Weise.“ Diese Aussagen unterstreichen Israels Haltung, dass internationale Truppen aus Ländern wie der Türkei oder Katar nicht in Sicherheits- oder Wiederaufbauoperationen im Gazastreifen beteiligt werden sollen.
Netanjahu räumte ein, dass es „bestimmte Streitpunkte mit unseren Freunden in den Vereinigten Staaten über die Zusammensetzung des Beirats, der die Prozesse in Gaza begleiten wird“, gebe. Gleichzeitig betonte er, dass diese Differenzen die strategischen Beziehungen zu den USA nicht grundsätzlich beschädigten.
Israels Ablehnung basiert auf Bedenken hinsichtlich der Rolle der Türkei und Katars, die beide in der Vergangenheit den Gazakonflikt und besonders die Aktionen gegen die Hamas kritisiert haben. Diese Position wurde in den Gesprächen mit Washington mehrmals betont, da Jerusalem nicht will, dass Länder mit engen Beziehungen zur Hamas eine operative Rolle im Gazastreifen übernehmen.




